Und ich räume mal ganz auf hier.
Barrierefreiheit hat NICHTS damit zu tun, dass eine Seite überall gleich aussieht
Gerade das ist es, was NICHt barrierefrei ist. Eine Barriere ist, wenn jemand an irgendwelche Inhalte nicht drankommt. Für barrierefreie Inhalte bietet sich HTML deshalb an, weil sich HTML-Dokumente den Gegebenheiten beim Nutzer anpassen können. Für ein HTML-Dokument ist es egal, ob es optisch (grafische Browser wie Feierfocks), akustusch (Sprachausgaben) oder haptisch (Braillezeile) rezipiert wird. Bleiben wir mal bei grafischen Browsern, da ist es für den einen vorteilhaft, wenn er möglichst viel auf den Bildschirm bekommt, der andere kann kleine Schrift nicht lesen und braucht 200% Schriftgröße, wieder ein anderer mag keine serifenlosen Schriften uswusf. -- HTML kann sich auf Wunsch an all das anpassen. Wenn bei einer Webseite möglichst wenig vorherbestimmt ist, hat sie am wenigsten Barrieren -- und sieht dementsprechend bei jedem anders und wahrscheinlich auch (und das ist der Haken) bei den meisten ziemlich trist aus. Man muss also einen Mittelweg wählen zwischen angenehmer Präsentation und großer Flexibilität.
Wichtig ist dabei an zielich nachrangiger Stelle die Validität des Quellcodes. Das ist nur Voraussetzung, bewirkt aber noch nichts. Wichtig ist semantisch korrekte Textauszeichnung. HTML soll nicht sagen: "Dieser Text ist groß und rot", weil dann ja die Hervorhebung in Sprache und Braille nicht mehr wahrzunehmen wäre, also eine Barriere. Stattdessen sollte HTML sagen: "Dies ist eine Überschrift", oder "Dies ist betont", "Dies ist stark hervorgehoben". Die meisten werden wohl wissen, dass ich damit H*, EM und STRONG meine. Verwendet für Euer HTML ordentliche Überschriften, Listen, Absätze, Links, logische Auszeichnungen, macht die Sprache deutlich, und verwendet jeweils passende Elemente.
Gute Hinweise dazu liefern die
Webcontent Accessibility Guidelines des W3C, aber was rede ich, dafür gibt es ja eine
Linksammlung!
Gruß
Mirko