Retro: Das [d]gute[/d] alte "Click Here" oder zu deutsch "Hier klicken" kommt wieder in Mode. Leider. Aber unauffälliger. Leider. Vor allem bei Bloggern scheint diese Unart beliebt zu sein und zu werden:
Der Blogbote machts,
problematik.net tuts und die
Web-Junkies schreiben es und viele andere leider auch.
Den Meisten ist wohl gar nicht bewusst, was sie tun und das sie es benutzen.
Blogs leben davon, dass sie sich untereinander verlinken. Und das auch in den Blog-Beiträgen: Dort wird gerne mal auf andere Blogs und Quellen hingewiesen. Wenn der Autor das gut macht, dann denkt er sich einen vielsagenden und eindeutigen Link-Text aus; wenn er es schlecht macht, dann kommt sowas dabei heraus:
Weitere Infos gibt es hier, hier und hier.
Wenn man über ein Thema bloggt, über das schon jemand anderes gebloggt hat und man sich auf den Text bezieht, aber den Link zu dem Blog nicht direkt in den Beitrag einbauen kann, ist es höflich und gebräuchlich den Blog am Ende des Beitrags zu nennen. Dabei hat sich die Floskel "[
via Blog-Name]" verbreitet.
Viele Blogger kürzen diese einfach ab und schreiben nur noch "[
via]" oder gar "[
link]".
Es ist einfach, schnell und bequem zu schreiben "Das findest du
hier" oder "Dies gibt es
hier,
da und
dort". Man muss nicht überlegen, wie man den Link am geschicktesten in den Beitrag einbaut und man muss auch nicht erzählen, was der Leser denn dort genau finden wird.
Und genau jetzt sind wir am springenden Punkt angekommen: Der Leser weiß nicht, was genau ihn dort erwartet, wenn er auf einen "
hier"-, "
da"- oder "
dort"-Linkt klickt. Erwartet ihn ein Download? Ein Blog? Oder eine Quelle? Nichts genaues weiß man.
Geübte Internet-Nutzer wissen, dass wenn man mit der Maus über einen Link fährt, in der Statuszeile das Link-Ziel erscheint, aber es gibt immer noch genügent Leute, die dies nicht wissen.
Sich einen guten Link-Text zu überlegen hat verschiedene Vorteile:
- Es ist ein klarer Usability-Gewinn, da man direkt erkennt wohin ein Link führt.
- Der Link ist eindeutig: Sprich: Es ist klar worum es beim Link-Ziel geht.
- Das wiederfinden von Links ist erheblich einfacher.
- Ein guter Service für den Leser, da dieser nicht erst nach dem Link-Ziel suchen muss.
- Es zeigt, dass einem der Leser wichtig ist und ihm gerne entgegenkommt.
Diese Liste kann man noch sehr viel weiter führen und sich noch viele weitere gute Gründe überlegen, warum man dem Leser eindeutige Link-Texte spendieren sollte und warum es auch einen logischen Sinn hat.
Aber es gibt auch viele Positiv-Beispiele im Internet, wie etwa der
webstandardblog, der
SilentWarrior.ch.vu (bis auf die Sache mit dem "
via"-Link) oder
Nico Kaiser. Sie betten die Links (meist) gut in ihren Beitrag ein und sie sind (meist) sehr eindeutig.
Nun noch ein paar Beispiele, wie man Links gut und eindeutig in einen Beitrag einfügen kann:
... Blogger A, Blogger B und Bloggerin C haben schon darüber geschrieben ...
... auf den Seiten von ABC finden sich weitere Infos ...
... eine Definition/mehr findet sich bei Wikipedia ...
Diese Beispiele sind keine Referenz, sondern sollen nur verdeutlichen, wie man es machen kann. Ich bin überzeugt davon, dass du es sogar noch besser kannst.
Zum Schluss möchte ich noch auf den W3C-Tipp
"Don't use 'click here' as link text" hinweisen. Dort wird auch noch mal kurz und knapp auf englisch erklärt, warum man ordentliche Link-Texte verwenden sollte und wie man das realisieren kann.
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(Hinweis: Dieser Artikel ist in meinem Weblog
PSILab Journal erschienen.)