Mein Göttchen, was habe ich da heut nacht nur für einen Stuß zusammengeklaubt...
Hier nochmal die Übersetzung der etwas umständlicheren Stellen:
Original von memowe
Original von Xyries
Wärt ihr so nett und würdet das mal bewerten...
Bewerten ist leicht, hilft Dir aber nicht weiter.
Übersetzung: Hallo, lieber Chris. Natürlich werden wir gerne etwas zur Seite schreiben, anstatt nur eine Zahl zu nennen.
Eine Beurteilung eines werdenden Webangebotes abzugeben nun als meine aus Pflichtbewusstsein, Mitteilsamkeit und Dankbarkeit an die Webgemeinschat resultierende Intention ist, hernach ich der geneigten Leserschaft das Umfeld meines ausgiebigen Tests vorgestellt habe: Es sei dies ein Mozilla-Browser mit deaktiviertem JavaScript in einer Fenstergröße von etwa 997x1171 Bildpunkten, rechteckig angeordnet.
Übersetzung: für diese Beurteilung habe ich Mozilla benutzt, ohne JavaScript, mit einer freien Fenstergröße.
Wie die geneigte Leserschaft schon zu wissen vermag, beeinhaltet dieser kurze Text lediglich Meinungen meines bescheidenen subjektiven Selbst, sich nicht als verallgemeinernd misszuverstehen anbieten, ohne Euch langweilen zu wollen; es sei dies erneut erwähnt.
Übersetzung: Dies hier ist meine Meinung. Vieles kann man bestimmt anders sehen.
Meine abenteuerliche Reise, deren Erzähler Ihr nun hinter den vorliegenden Schriftzeichen vermuten könnt, begann in beobachtender Weise und erfuhr ihren ersten unerwarteten Halt an einer weißen, geradezu und auch zu dieser nachschlafenden Zeit ungeziemlichen Art. In meterlangen Lettern begrüßte mich der Autor der Webseiten auf
chris.elbone.net und schrub gar folgendes, nicht ohne sogleich Unwohlsein hervorzurufen:
chris-page.de
Der Domain-Name ist mit dem, den mir mein treuer Weggefährte in seiner Zeile, die mir stets mitzuteilen imstande ist, durch welche dunklen Ecken mein Weg mich nun führt, nicht vereinbar und auch wider Erwarten nicht mit meinem Nagetier zu interagieren imstande, welches sonst so gern, mit leuchtend roten LEDs und lautem, trockenem, Geklicke, sich auf unterstrichene Internetandressen stürzt, sie zu verschlingen und sie von meinem Rechenknecht hirngerecht aufbereiten zu lassen.
Übersetzung: die erste Seite ist hässlich und besteht nur aus riesigem unnötigem Text.
In Ermangelung sinnbringenden Rates und ohne Anregung, was jene Zeile mitzuteilen gedachte, stoße ich weiter vor in unwegsames Gelände der großen Lettern, sogleich eine Zeile zu lesen, so groß, dass sie von nur einem Auge kaum erfassbar ist. Sie ist sogar noch größer als die vorige und lautet wie folgt:
Optimiert für 1024*768
Gar bös zu behaupten, alle Leser seien hier gefordert, schulunterrichtsgleich zu erraten, "was der Autor sich hierbei gedacht" habe. Auch mir, der glücksvoll jauchzend die Schullaufbahn mehr oder eher minder erfolgreich hinter sich ließ, mag sich die betrachtete Zeile nicht recht erschließen. Ist sie doch garkein Satz und auch mit dem Wortlaut aus erster Zeilen frohen Leuchtens nicht zu einem sinnvollen Informationspaket vereinbar. Wir gehen schrittweise vor und beginnen mit dem eher langen als kompakten Wort "Optimiert". Meine umfassende Erfahrung im Kampf gegen Drachen, Webseiten und Brauserwanzen kam mir schon oft zugute und hier assoziiert sich das Wort zu einem gern gelesen Sätzchen, das derzeitig betrachtete Webangebot sei nur unter bestimmten, meist vøllig weltfremden Bedingungen adäquat betrachtbar. Sogleich kann ich gedanklich und dankend der Herren des Webstyleboards auch hier kontern, indem ich aufs Schlachtfeld der Logik führe, Webseiten seien von Haus aus "optimiert". Jedwede Änderung, die auf die spezifischen Eigenschaften verschiedener UserAgents abzielte, sei keine Optimierung, sondern eine Pessimierung. Habe ich das nicht schön gesagt?
Weiter führt der Autor jener Zeilen tapfer eine mitnichten komplizierte Rechnung ins Feld, die so manches Grundschulkind schrecken mag, jedoch an der tapfer geschwellten Mathematikerbrust meines speziellen und der Zahlenlehre kundigen Freundes "perl" glatt abprallt:
memowe@linux:~> perl -e'print 1024*768,"\n";'
786432
Dass dies im Zusammenhang mit dem oben angemutmaßten Sätzchen voller fachwissentlicher Armut nicht multipliziert gehört, sondern zweckes besserer Erkennbarkeit für ungeschultes Auge die Verknüpfung vertikaler und horizontaler Maße der Bildpunktmächtigkeit eines Blindschirmes sein könnte, überraschte eher minder, hat doch die Bildschirmauflösung in mancher Leute Verstand immer noch einen nahen Platz neben den Maßen des sog. Canvas, in dessen Grenzen Webseiten von Autoren dargestellt zu werden üblicher scheinen.
Übersetzung: Webseiten schreibt man nicht für Auflösungen. Webseiten schreibt man für Menschen. Und daher kann HTML von Natur aus sich perfekt an das Ausgabemedium und speziell auch die Fenstergröße anpassen. Diese Eigenschaft muss man HTML nicht geben, die kann man ihm nur nehmen. Darum ist alles, was sich Optimierung im Kontext von Fenstergrößen schimpft, eine Pessimierung.
Mutig, kampflüstern, inspirationsbereit und mit dem obligatorischen Fässchen Nocheinbier ausgerüstet harren meine Freunde in Form eines kleinen gezähmten Drachen und eines schwarzen Nagetiers an meiner Seite des Fortgangs der nicht unspannenden Handlung der Ereignisse, die uns auf unserer abenteuerlichen Irrfahrt durch die zu beschreibende Webseite erwarten -- und werden bitter entäuscht: Der fortfolgende Satz kann, zwar guten Willen vorausgesetzt, aber den soll man mir ja nicht absprechen, fast schon als deutschsprachig beschimpft werden und trotzt damit hohl lachend jeglichen Versuches des weiteren Schmähredens über verbale Ausflüsse auf Startseiten von Webangeboten:
Bitte warten sie, bis die Bilder geladen haben.
Da ich, als dummer Bauer mich bisher erfolgreich verstellend, mit einem solchen Satz wenig bis nichts anzufangen weiß, gebe ich dessen Bearbeitung an meine edlen Freunde weiter, die sogleich ebenfalls kapitulieren. Das kleine Nagetier beißt sich die Klicker aus, und der kleine rote Drache wehrt sich (auf meinen Befehl vøllig richtig handelnd, da seines JavaScripts beraubt) vehement gegen die im Nachsatz erwähnte Technokratisierung zur endgültigen Vertreibung allen Bauertums, das es je wagen sollte, sich mit Webseiten anzulegen:
Übersetzung: Ein Preloader ist normalerweise Unsinn, da eben nicht die Zeit verkürzt. Die Bilder müssen so oder so heruntergeladen werden. Wenn man keinen Preloader benutzt kann man während des Ladens schon den Inhalt sehen. Bei Dir geht das natürlich nicht, da Du den Text weiß deklariert hast und das Hintergrundbild viel zu groß ist. Aber wenn Du eine dunkle Hintergrundfarbe angäbest, wäre das kein Problem.
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Inzwischen entmutigt und ob solch karger Textwüsten reichlich hungrig, lasse ich, ob der Unterstreichung wonniges hoffend, mein Nagetier auf selbige los und verlasse damit den ersten Teil unserer kleinen Reise.
Übersetzung: für unbedarfte Benutzer wesentlich besser wäre es, wenn sie so technischen Kram überhaupt nicht zu Gesicht bekämen. Die Realisierung dessen überlasse ich gerne denjenigen, die sich so etwas selzames wie Preloader haben einfallen lassen. Das einfachste und komfortabelste sowohl für Kommunizist als auch Rezipienten ist es, ihn wegzulassen.
Aber ach, so danket Gott, schwang schnell den Pinguin durch hohe Gletscher, um sogleich mich und meine tapferen Freunde vor neuen Gefilden habacht nehmen zu lassen, mit ihnen auf konzertierte Entdeckungstournee zu gehen, die verborgenen Schönheiten des vorliegenden Webangebots gnadenlos aufzudecken und zu benennen. Die zweite Etappe, nachdem wir den Auftakt geschafft haben, lässt nicht minder auf buntes hoffen, übertrifft sie erstere Textfetzen doch an Buntheit um Längen und zieht uns damit in den Bann. Überwältigt von der Masse an verschiedentlichen Formen und Farben, und sich fragend, ob das denn einer eventuell vorhandenen Corporate Identity nicht eher abträglich sei, beginnen wir lieber oben links mit einer gewitzten Hommage an schwedische Mobiliar-Fabrikanten:
Übersetzung: die Seite ist IMHO zu bunt. Du verwendest in Logos, Bannern, der Navigation und in der Strukturierung sehr viele Textfarben, die eher weniger zueinander passen. Die Hintergrundfarben erscheinen mir aber als recht angenehm und so schlage ich vor, die Farben dahingehend experimentierend zu reduzieren.
Guckst du schon oder tippst du noch!
Auch hier sind jahrelange Erfahrungen für den Weg durch zu erforschende Dickichte von entscheidender Tragweite, diesmal allerdings viel weniger in spezifischem Webwissen, diesmal in Form meiner Erinnerungen an die deutsche Sprache, wie man sie noch zu Schulzeiten zu vermitteln pflegte. Des mangelnden Satzzeichens zum Trotze begreife ich jenes direkt und ohne Umschweife als Frage und weiß auch prompt eine Antwort mitzuteilen: "Ich tippe noch. Sieht man das nicht?"
Übersetzung: hämische Bemerkung über einen mehr schlecht als recht adaptierten Werbespruch, der jeder Erklärung (implizit und explizit) entbehrt und daher mehr verwirrt als fordert.
Direkt rechts von solch lehrevoller Fragenstellung, die sich mit der zwar nicht sich prompt vermittelnden, aber immerhin latent und hinterlistig als "private Homepage" mitschwingenden Grundgegenständlichkeit des vorliegenden Webangebots, aufs unglücklichste zu verbinden weiß, sehen wir einen rekursiven Werbebanner.
Übersetzung: warum setzt Du einen Werbebanner auf Dich selbst und verschwendest wertvollen Bildschirmplatz, den Du viel schöner für eine angenehme freie Fläche einsetzen könntest?
In manchen Gegenden des weltweiten Netz mag es mittlerweile als besonders frostig zu gelten, dies zu tun, ich allerdings stehe dem mit eher gespielter, aber echt empfundener Abneigung gegenüber: man muss zwei Sprachen verstehen um eine Webseite zu lesen und so soll es dann auch hier sein.
Übersetzung: ich finde Dein Denglisch zu extrem.
Langsam wird der Weg weniger steinig, begeben wir uns nun doch in Gefilde, die der Wandersmann, der unseren mühsamen Weg gehen muss, als eher bekannt erkennt als vorgenannte Textwüstheiten. Hier ist es alles ein bisschen leichter zu verstehen. Zu Ihrer linken Hand sehen Sie die Navigation durch das vorliegende Webangebot. Hier sollten Sie Ihren Nager des geringsten Misstrauens auf Klicksuche geben, hier wird er fündig. Zu Ihrer rechten Hand lesen Sie ein Zeilchen privaten Inhalts.
Übersetzung: die Aufteilung der Seite ist klassisch und daher bekannt. Links Navigation, rechts Inhalt...
Das possierliche Zeilchen gehört in diesen Landstrichen zu den scheusten Gotteskindern und lässt gerne länger auf sich warten. Um weitere Exemplare seiner Gattung zu sehen, müssen Sie erst ihren Nager in der Navigation (Sie erinnern sich: linke Hand!) auf Zielsuche ansetzen. Denn diese Gegenden, durch die wir uns tapfer fräsen, sind nicht von großen Inhalten gesegnet.
Übersetzung: ... der aber eher spärlich gesät ist.
Mirko