Wenn der Kunde etwas will, was Accessibility- oder Usability-Fehler erzwingt, muss man ihm nahebringen (am besten nicht mit Worten, sondern als praktische Demonstration), warum das unvorteilhaft ist. Das ist die Pflicht des Webautors. Wie er sich dann entscheidet, ist seine Sache.
Wenn es aber lediglich um die Optik geht, die nur eine Teilmenge des "Designs" ist, was einige immer wieder anders verstehen, dann sind die Geschmäcker ganz verschieden. Das ist ganz normal und auch gut so. Solange eine Webseite funktioniert, kann der Kunde die Optik gerne so haben, wie er will, auch wenn man in Extremfällen beratend eingreifen kann/sollte.
Ganz anders sieht es aus, wenn man das Anbieter-Kunde-Verhältnis nicht so auffasst, wie Ihr alle, sondern so, wie es wirklich funktioniert: der Anbieter ist derjenige, der eine Webseite hat und der (potentielle) Kunde ist der Surfer. Auch hier interessiert basal, dass die Seite zugänglich ist und nutzbar ist. Dann kommt die Optik, die aber wirklich Geschmackssache ist. Hier ist dann primär wichtig, dass die Seite den Kunden als Surfer anspricht und nicht den Anbieter. Denn der will mit der Seite nichts kaufen. Was diese Dinge betrifft, ist "Steffi Abel" ziemlich kompetent und gibt davon auch einiges auf den Webseiten preis:
Der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler..
Ich finde den Text von ARESOL ganz gut. Es ist wichtig, dass die Seite dem Kunden als Surfer gefällt. Ob sie dem Anbieter oder dem Webautor gefällt ist irrelevant. Das ist keine Aussage darüber, dass sie dem Anbieter oder dem Webautor nicht gefallen dürfe, wie einige hier schon wieder polarisierend angemeckert haben, sonder es ist schlicht nicht wichtig!
Mirko