Zur besseren Übersicht in zwei Beiträgen...
Original von Jon
Ich hab für einen Kunden eine Gallerie gebastelt.
Achtung! In Deutschland wird das mit einem "l" geschrieben. Auch auf Webseiten.
Seine Angaben: Schlicht und grau soll sie sein.
Ich denke, das ist Dir gelungen.
Also bitte nicht das Grau kritisieren :)
Also, weißt Du, ich will ja nichts sagen und wenn Du da jetzt voll lange dran gebrütet hast, ist es ja auch OK, will Dich ja schließlich nicht entmutigen, vielleicht aber hilft es ja auch weiter, aber man weiß ja nie, jedenfalls, ich finde, auch wenn es jetzt vielleicht ein bisschen zu direkt rüberkommt, dass das grau ein bisschen zu dunkel ist, also nicht unbedingt helligkeitsmäßig, sondern eher so latent bösartig, ein freundlicheres Grau, aber das soll jetzt wirklich kein Angriff sein, könnte ja genau so aussehen, es ist nicht der technische Farbton, man sieht vielmehr an der Aura der Seite, dass Du beim Eingeben des Grautons kurzzeitig, also, das ist jetzt echt unterstützend gemeint, nicht dass Du denkst, ich wolle Deine Arbeit schlecht machen, Du, aber man sieht, wenn man ein bisschen in die Seite fühlt, dass Du beim Eingeben des Grautons einen kurzen Moment, und verstehe mich bitte nicht falsch, einen kurzen Moment jedenfalls an etwas böses gedacht hast. Da musst Du unbedingt nochmal dran und etwas Licht in die Seite schicken, Du. Möchte noch jemand Bachblütentee?
:D
http://www.jonspage.de/gallery
Ein wenig konstriktive Kritik ist erwünscht ...
Dann will ich mal.
Wenn ich nach "ARESOL" ginge, müsste ich jetzt alle Architektur- und Hardwaredetails meiner Maschine aufzählen, aber ich beschränke die Angabe, mit was ich die Rezeption Deiner Webseite genoss, mal darauf, mitzuteilen, dass ich Mozilla 1.3 auf Linux ohne JavaScript in einem nicht-maximierten Fenster (wäre auch Quark bei meinen 1600px*1200px) verwendet habe.
Der erste optische Eindruck ist bei mir bei so schlichten Seiten schonmal generell positiv. Und trotzdem sind mir auf Anhieb zwei, drei Kritikpunkte bzw. Verbesserungsvorschläge eingefallen, die ich Dir nicht vorenthalten kann:
- Es wurde oben schon erwähnt, aber das muss jetzt sein: das Logo "Christoph Hitsch; Studio (R)evolution" passt überhaupt nicht zu der Seite. Die angenehme flächige Grau-Optik erfordert IMO an der Stelle ein ebenso flächiges Logo, das sich vielleicht optisch in die grauen Streifen des Contents einmischt. Ich denke da an eine sehr fettgesetzte serifenlose Schrift, das muss überhaupt nichts kompliziertes sein. Ich denke sogar, dass ein Schlagschatten deplatziert wäre. Alles, was auch nur ein Hauch in Richtung 3D spielt, hebt sich unangenehm hervor und passt nicht. Die Pseudo-3D-Schrift im jetzigen Logo ist (auch wenn der Kunde sie will) nicht nur absolut am Layout der Seite vorbei, sondern auch noch nicht gerade gut lesbar (resp. schnell erfassbar)
- Die Navigation passt überhaupt nicht. Die Farbe schwarz wäre ja OK, besonders unter dem Aspekt der Lesbarkeit, aber bei mir ist die Navigation nur eine Zeile winziger Serifenbuchstaben und daher nur sehr schlecht lesbar.
Auf UNIXen sind relative Schriftgrößen wie Du sie verwendet hast aufgrund der höheren dpi am Blindschirm (96 vs. 72) noch kleiner als unter WinDOSen. Und dadurch, dass Du sie in der kleinsten relativen Größe, die mit dem FONT-Element (auf das ich noch zu sprechen kommen werde) machbar ist, verwendest, strafst Du genau die ab, die ihren Browser bedienen können:
Das Killerargument, das häufig für kleine Schrift angeführt wird, ist, dass diese besser aussehe als größere. Wenn jetzt aber jemand, der auf die Seite surft, das genau so sieht und dementsprechend in seinem grafischen Browser den Schriftgrad nach unten korrigiert hat, dann ist die Schrift für ihn unlesbar. Bei mir ist die Navigation schon bei 100% eine Pixelsuppe, bei 90% schon ist sie ein nicht zu entziffernder Brei.
Wenn Du also meinst, dass eine bestimmte Schriftgröße gut aussehe und sicherstellen kannst, dass sie lesbar ist, dann gib sie an, und zwar in Pixeln (und nicht in Punkten) absolut im Gegensatz zu relativ.
Sowas wird mit CSS gemacht, worauf ich noch zu sprechen kommen werde.
- Die Leiste mit den Bildern auf der Startseite verwirrt. Man kann überhaupt nichts anklicken, obwohl die Leiste dafür sorgt, dass ich schon bei normalgroßer Fensterbreite einen gehörigen Rollbalken habe. Und das, obwohl da überhaupt keine Inhalte mehr sind! Zudem kommt noch, dass links und rechts ein verschwenderischer Platz ist. Du solltest nicht davon ausgehen, dass alle Surfer, die auf die Seite gehen, ein Browserfenster benutzen, das exakt so groß/klein ist wie Deines. Wenn ich das Fenster maximiere, sind die Bilder am linken Rand recht einsam und irgendwo unten wiederholt sich die graue Leiste. Wenn Du das nur zur Dekoration eingefügt hast, binde die Bilder als Hintergrundbild von irgendetwas ein. Mit CSS geht das ja recht flexibel, dann erzeugt das nämlich auch keine Rollbalken für nichts und wieder nichts.
Mehr Kritik habe ich für die Startseite nicht zu bieten. Ich gehe mal weiter.
Bei den News ist ja nicht viel zu sehen. Die Idee mit dem Bild und den verschiedengrauen Flächen ist optisch ganz OK, allerdings erfordert die ganze Konstruktion wieder eine unnötig hohe Fensterbreite. Der Text der News ist zu weit unten. Bei kleinen Bildschirmen/Fenstern unnötig weit und natürlich ist das dann auch wieder ein Scrollzwang. Ich persönlich finde, dass Du auf den Textseiten die wichtigen Inhalte (den Text!) mehr in den Vordergrund stellen solltest. Die Texte bei den News werden ja vermutlich noch geändert, oder?
Der Text ist auf allen Textseiten nicht wirklich schön. Zu der Optik passt IMO besser eine serifenlose Schriftart, die dann in der kleinen Größe (siehe oben!) auch besser lesbar wäre.
Bei der Galerie ist mir erst sehr spät aufgefallen, dass da noch mehr Fotos sind als auf der ersten Seite zu sehen sind. Du solltest Hyperlinks im Fließtext immer mit Unterstrich auszeichnen, damit man sie auch erkennt. Wenn man mit der Maus darüber schwebt, ist es schon zu spät, mit einer Unterstreichung darauf aufmerksam zu machen. Dann hat man den Link schon erkannt. Das muss IMO unbedingt sein. Sehr wichtig.
Auch bei der Newsseite ist mir wieder aufgefallen, dass sie sehr breit wird, dadurch, dass Du Auswahl und die Fotos ausgerechnet nebeneinander anordnen musst. Das raubt Platz und zwingt bei kleinen Bildschirmen/Fenstern zum Scrollen.
Etwas unbekömmlich erscheint mir bei den verschiedenen Unterseiten des Projekts die Inkonsistenz bei der Auswahl des Platzes für den Fließtext. Bei den News und bei der Galerie ist der wichtige Inhalt noch links, bei "clients" ist der Inhalt auf einmal rechts. Bei der "biography" ist alles durcheinander und beim "contact" rutscht der Text sogar noch weiter nach rechts, aus dem Blickfeld. Das ist inkonsequent und ein Usabilitymangel. Wer will schon auf Webseiten ständig suchen (womöglich noch mit Rollbalken?), wo denn der wichtige Inhalt ist?
Bei der "clients"-Seite sind die schwarzen "ununterstrichenen" Textbrocken ausnahmsweise mal keine Links. Stattdessen wird hier versucht, mit Minuszeichen eine Liste zu simulieren. Für Listen gibt es in HTML aber eigene Elemente, in Deinem Fall (ungeordnete Liste) UL. Nutze das statt Pseudolisten. Lies dazu auch
www.memowe.de/webauthoring/markup/#beispiele -- ganz unten, Pseudolisten.
Wo wir gerade von Listen schreiben: auf der "biography"-Seite wäre eine "Definition List" (HTML-Elemente DL, DT, DD) das Markup der Wahl.
Ansonsten bieten die Seiten "clients" bis "contact" nichts erwähnenswertes.
Dann werde ich jetzt mal exemplarisch für alle Seiten den Quelltext der "biography"-Seiten zerpflücken. Ich hoffe, dass Dich das nicht abschreckt, was mir manchmal vorgehalten wird...
- Es fehlt ein Character Encoding. Wie man das angibt, kannst Du dort nachlesen: http://www.w3.org/TR/html4/charset.html#spec-char-encoding.
- Wenn man das Character Encoding angibt (ich habe freundlicherweise mal iso-8859-1 gewählt), findet der Validator immerhin 12 Fehler (auf die ich im Folgenden eingehe), und das bei der ohnehin sehr toleranten Transitional-DTD: http://validator.w3.org/check?uri=http%3…stern+Europe%29
- Die erste Fehlermeldung erklärt sich ja selbst. Die berüchtigten *margin*-Attribute, die Du im BODY-Element verwendest, gibt es garnicht. Das macht man mit CSS wesentlich eleganter. Überhaupt solltest Du Dein CSS auslagern, damit es nicht mit jeder Seite neu zum Browser geschickt werden muss: http://www.jendryschik.de/wsdev/einfuehr…einbindung.html
Und wie geht das dann mit dem margin? Mit folgernder CSS-Regel:
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body {
margin: 0;
padding: 0;
}
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Den Innenabstand (padding) gibt man an, damit auch Browser wie etwa Opera, bei denen im Browserstylesheet ein padding für BODY vorgegeben ist, berücksichtigt werden.
- Dass das TABLE-Element kein height-Attribut kennt, bedarf keiner Erklärung. An dieser Stelle sei grundsätzlich angemerkt, dass TABLE-Elemente nicht für Layoutzwecke konzipiert sind und genau gesehen bei Dir fehl am Platze sind. Tabellen sind zur Darstellung tabellarischer Daten da. Es gibt zwar noch Ausnahmefälle, wo man um simple Layoutabellen nicht herumkommt, aber die sind recht selten und bei Dir sehe ich sie nicht. Man kann mit CSS schon verdammt viel machen, auch ohne wilde Verunstaltungen des HTML-Codes mit Layouttabellen oder DIV-Suppen.
Fehler Nr. 9 dito. Die CSS-Eigenschaften background-* sind Deine neuen Freunde.
- Warum man alternative Texte (Fehler 8) für Grafiken verwenden soll und wie sie missbraucht werden können, haben andere besser geschrieben, als ich könnte. Darum lasse ich an dieser Stelle Björn Höhrmann zu Wort kommen: http://www.bjoernsworld.de/html/alt-text.html
- Der Fehler 10 ist trivial und die Fehler in Zeile 94 sind Resultate lahcsf gesetzter Quotes.
- Dein CSS hingegen scheint größtenteils valide, aber auch dazu muss ich ein Wort verlieren. Erstmal gehört ein Stylesheet extern verlinkt mit dem LINK-Element um Traffic zu sparen (auf beiden Seiten), aber das schrieb ich schon. Und zweitens solltest Du nicht die Farbe der Rollbalken für IE-User verändern. Denn das ist ein tiefer Eingriff ins Userinterface und liegt nicht im Aufgabenbereich von Webseiten. Denn Rollbalken haben in der Regel die Farbe, die der User sich eingestellt hat. Wenn man sie verändert, läuft man Gefahr, dass unbedarfte Surfer die Rollbalken womöglich garnicht finden. Ich habe das live miterlebt. Und außerdem sind das garkeine CSS-Eigenschaften, sondern nur proprietäres Microsoft-Eigengebrötele.
- Das hier sehe ich als bedenklich an, wobei man da auch mal Investi zu hören könnte:
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Quellcode
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<meta name="Copyright" content="Jon">
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Soviel ich weiß gibt man normalerweise bei einem solchen Projekt die Rechte an den Auftraggeber ab.
- Hier bitte ich, die Rechtschreibfehler zu entfernen. Wenn schon, denn schon:
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Quellcode
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<meta name="Keywords" content="Gallery, Gallerie,
Onlinegallery, photogallery, fotogallery, photogalerie,
fotogallerie, fotostudio, photostudio, stuio, revolution,
evolution, portrai, portrais, bild, bilder">
<meta name="Description" content="Photogallerie">
<meta name="Page-topic" content="Gallerie">
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- Das kann man sich echt sparen. Dafür ist mir mrin Traffic zu schade. Wenn Du für ein bestimmtes META-Element keinen sinnvollen Inhalt hast, dann lass es weg:
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Quellcode
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<meta name="Audience" content="Alle">
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- Dieses hier möchte ich zumindest in Frage stellen:
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Quellcode
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<meta name="Content-language" content="DE">
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Auf der Seite wird verdammt viel Denglisch wenn nicht sogar Englisch geschrieben (Navigation!). Du solltest Dich für eine Sprache entscheiden.
- Ein schönes Beispiel für presentational HTML:
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Quellcode
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<body bgcolor="#999999" text="#000000" bgcolor="#999999"
background="images/bg.gif" leftmargin="0" marginheight="0"
marginwidth="0" topmargin="0">
<table width="992" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" height="580">
<tr height="120">
<td align="left" valign="top" bgcolor="#999999" width="410" height="120">
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All diese schönen bunten Eigenschaften solltest Du in ein Stylesheet auslagern, am besten so intelligent, dass am Ende die zuständigen CSS-Regeln noch eine Ecke kürzer sind, was nicht allzu schwer sein sollte.
- Usability-Crash in Reinkultur:
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Quellcode
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<font face="Verdana" size="1">
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Und das für eine Navigation, die per Definition am zugänglichsten sein muss!!! Warum size="1" so problematisch ist, schrieb ich schon oben. Und solche FONT-Elemente erklären auch, warum die Schrift bei mir mit Serifen gerendert wird. Du hast nicht bedacht, dass längst nicht auf jedem Rechner die Schriftart Verdana zur Verfügung steht. Bei mir zum Beispiel nicht. Sowas löst man elegant mit einer einzigen CSS-Regel für alle Seiten mit der Angabe von präferierter Schriftart und generischer Schriftfamilie:
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Quellcode
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body {
font-family: Verdana, Helvetica, sans-serif;
}
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- Wie so kann man eigentlich den Punkt in der Navigation, bei dem man gerade ist, noch anklicken? Vermeide rekursive Links.
- Auf Deinen Seiten fehlen Überschriften. Verwendung von H1 dürfte ausreichen, H2 und weitere brauchst Du nicht. Die sind nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für andere UAs, die die logische Struktur von der Webseite erfassen wollen, nötig. Allein schon für Websurfer, die sehen wollen, wo sie gerade sind. Natürlich kannst Du die Optik von H* per CSS beliebig umstylen.
Damit habe ich mit das wichtigste zuletzt genannt: die logische Struktur der Webseite, die an vielen Ecken und Enden noch fehlt. Man sieht nicht, auf welcher Seite man ist, der Fließtext ist mal links, mal rechts, mal fett, mal normal, die Navigation zeigt einem nicht, wo man ist und kommt auch noch sehr klein daher. Wenn Du das verbesserst, wird die Seite eine ganze Ecke besser.
Ich hoffe, es war was dabei, das Dir geholfen hat und wünsche viel Erfolg. Bitte halte uns über Aktualisierungen auf dem Laufenden.
Schönen Abend. :)
Mirko
PS:[q=memowe]zur Seite folgt auch noch was :D[/q][x] done