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Donnerstag, 23. Juni 2005, 21:10

Ersatzinformation für Bilder

Hi Ihr barrierefreien WSB-Freaks... ;)

Folgendes Problem: Ich arbeite gerade an einem Projekt, bei welchem ich verstärktes Augenmerk auf Barrierefreiheit legen möchte, da ältere Mitmenschen eine grundlegende Zielgruppe darstellen...

Zwei Fragen habe zu dieser Angelegenheit:

1. Ein Teil der Seite sind Zeitungsartikel. Diese liegen als Scan vor. Doch selbstverständlich muss der Inhalt des Artikels, also der Text, auch in alternativer Form dargestellt werden.

Zunächst habe ich mir überlegt, den Text des Artikels einfach mit auf die Seite mit dem Scan zu packen. Das ist allerdings für alle diejenigen, welche den Alternativ-Text nicht benötigen, unsinnig.

Dann habe ich darüber nachgedacht, unter dem Scan einen Link anzubringen, welcher zur HTML-Version des Artikels verlinkt.

Last but not least kam mit das "longdesc"-Attribut in den Sinn. Aber laut Selfhtml nutzten nur der NN 6 und der Firefox dieses Feature, und das auch nur sehr kompliziert...

Was meint Ihr?


2. Ich möchte die Seite möglichst barrierefrei gestalten. Hierfür habe ich mir eine Art Screenreader installiert. Damit habe ich mit die Seite bei abgeschaltetem Monitor vorlesen lassen, was recht verwirrend war.

Allerdings habe ich festgestellt, dass Alternativ-Text aus Grafiken auch vorgelesen wird (was ja auch Sinn macht... ;) ) Dabei kam mir eine Idee: Ich platziere transparente 1x1 px GIFs an strategisch wichtigen Stellen, deren Alternativ-Texte das ganze Übersichtlicher machen sollen...

Was meint Ihr? Macht das Sinn?
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein (1879-1955)

A common mistake people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
Douglas Adams (1952-2001)

2

Donnerstag, 23. Juni 2005, 22:26

RE: Ersatzinformation für Bilder

Zitat von »LapisInfernalis«

2. Ich möchte die Seite möglichst barrierefrei gestalten. Hierfür habe ich mir eine Art Screenreader installiert. Damit habe ich mit die Seite bei abgeschaltetem Monitor vorlesen lassen, was recht verwirrend war.

Allerdings habe ich festgestellt, dass Alternativ-Text aus Grafiken auch vorgelesen wird (was ja auch Sinn macht... ;) ) Dabei kam mir eine Idee: Ich platziere transparente 1x1 px GIFs an strategisch wichtigen Stellen, deren Alternativ-Texte das ganze Übersichtlicher machen sollen...

Was meint Ihr? Macht das Sinn?
Warum machst du nicht einfach das HTML-Dokument mit den normalen Markup-Mitteln so, das es logisch ist? Soll heißen, dass du die Inhalt deiner Blind-GIFs, statt diese zu nutzen, einfach durch logisches HTML ersetzt. Den Rest erledigst du dann mit CSS, in dem du diese Elemente dann ausblendest. So hast du dann keine unlogischen, "unnützen" Blind-GIFs; logisches HTML; gute Benutzbarkeit und alles sauber gelöst.

MfG Arne :).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nash.Bridges« (23. Juni 2005, 22:27)


3

Donnerstag, 23. Juni 2005, 22:38

Logisches Markup und CSS sind selbstredend eine Selbstverständlichkeit... ;)

Was ich meine sind Dinge wie folgende Situation: Der Screenreader rattert z.B. die Menüpunkte der Navigationsleiste herunter, was ich als etwas verwirrend finde.

Schön fände ich, wenn zum Beispiel Sätze wie "Die Navigation umfasst folgende Punkte" oder "Weitere Punkte in dieser Kategorie".

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, empfiehlst Du die Informationen semantisch korrekt in den Quellcode zu integrieren, und diese dann einfach visuell "abzuschalten", z.B. durch identische Hintergrund- und Vordergrundfarben oder das display-Attribut, richtig?

Wenn dem so ist, vermute ich bei dieser Handhabe ein paar Stolperfallen... Der Trick mit der Farbe fällt schon einmal weg, weil die Gefahr besteht, dass Suchmaschinen dies als Manipulationsversuch deuten könnten.

Dies scheint mir bei der Verwendung von Display zwar auch nicht ausgeschlossen, aber zumindest unwahrscheinlicher. Display : hidden fällt aus offensichtlichen Designgründen weg. Bleibt nur noch display : none. In einem eigenen Stylesheet für Hörgeschädigte (media="aural", oder "braille") könnte dies dann vorhanden sein...

Doch welche Sicherheit habe ich, dass die Screenreader die Stilangaben für ihren Medientyp auch interpretieren? Ist die Entwicklung dieser Software schon soweit vorangeschritten, dass darauf verlass ist?

Auch eine Idee für das Zeitungsartikel-Problem?

Zunächst einmal, vielen Dank Bubba! ;)
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4

Donnerstag, 23. Juni 2005, 22:47

Zitat von »LapisInfernalis«

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, empfiehlst Du die Informationen semantisch korrekt in den Quellcode zu integrieren, und diese dann einfach visuell "abzuschalten", z.B. durch identische Hintergrund- und Vordergrundfarben oder das display-Attribut, richtig?
Richtig.

[q]Dies scheint mir bei der Verwendung von Display zwar auch nicht ausgeschlossen, aber zumindest unwahrscheinlicher. Display : hidden fällt aus offensichtlichen Designgründen weg. Bleibt nur noch display : none. In einem eigenen Stylesheet für Hörgeschädigte (media="aural", oder "braille") könnte dies dann vorhanden sein...[/q]Ich habe ehrlich gesagt, keine Erfahrung mit Stylesheets für Screenreader. Ich hatte zwar einmal einen Screenreader installiert (bin im Moment auf der Suche für einen, der unter Linux läuft), aber dort schien es mir eher, dass er den Text einfach runterratter und so quasi die Webseite so "darstellt" wie ein Textbrowser.

[q]Doch welche Sicherheit habe ich, dass die Screenreader die Stilangaben für ihren Medientyp auch interpretieren? Ist die Entwicklung dieser Software schon soweit vorangeschritten, dass darauf verlass ist?[/q]Definiere doch nur für die Medien das Stylesheet, die auch Visuell sind. Wie zum Beispiel Bildschirm (screen), Projektor (projection), Fernsehen (tv), etc. Dann noch ein Stylesheet für den Druck und dann bleiben die Screenreader erst einmal außen vor. So wird dann das pure HTML-Dokument an den Screenreader gesendet und du hast kein Problem mit CSS.

MfG Arne :).

5

Donnerstag, 23. Juni 2005, 22:58

[q=Nash.Bridges]Definiere doch nur für die Medien das Stylesheet, die auch Visuell sind. Wie zum Beispiel Bildschirm (screen), Projektor (projection), Fernsehen (tv), etc. Dann noch ein Stylesheet für den Druck und dann bleiben die Screenreader erst einmal außen vor. So wird dann das pure HTML-Dokument an den Screenreader gesendet und du hast kein Problem mit CSS.[/q]
Das ist gar keine schlechte Idee... Funktioniert ähnlich genial wie die Filterung des Blutes in den Nieren. Aber ich schweife ab...

Habe es gerade einmal ausprobiert: Einfach ein paar semantisch in den Kontext passende Erklärungen in Form von Absätzen und Überschriften hinzugefügt und per CSS abgeschaltet. Im Lynx-Viewer erscheint es dann wie gewünscht...

Auch mein Screenreader liest den Text ganz Art vor... Apropos Screenreader. Ich verwende das kostenlose Tool Webspeechvon Logox. Gibt's aber leider nur für Windows. Kennt jemand andere, bessere Screenreader?
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6

Donnerstag, 23. Juni 2005, 23:38

Hi,
da viele Screenreader nur auf dem den IE aufsetzen, könntest Du mit der Madia-Angabe Probleme bekommen. Eine gängige Methode zum Ausblenden ist die Positionierung außerhalb Fensterbereiches. Das klappt immer, da Screenreader Positionsangaben natürlich ignorieren, das Element aber auch bei normalen IE-Nutzung nicht wirklich ausgeblendet ist.

Dein Problem mit dem Zeitungsartikel würde ich ganz anders und simpel lösen: verlinke das Bild mit dem Alternativtext "Zeitungsartikel zum Thema XY" zu einer HTMl-Seite. Wenn Du diesen Service auch "normalen" Usern bieten willst (was ja sinnvoll wäre, wenn die Textpassagen kopieren möchten), dann gib noch title="zur Textversion" mit.
Gruß
Ingo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ingo« (23. Juni 2005, 23:39)


7

Freitag, 24. Juni 2005, 08:36

[q=Ingo]da viele Screenreader nur auf dem den IE aufsetzen, könntest Du mit der Madia-Angabe Probleme bekommen.[/q]
Warum das? Wenn ich - wie von Nash empfohlen - bestimmte Elemente via CSS für die Bildschirmansicht und den Druck ausblende, müssten alle anderen Medien entsprechende Inhalte doch verwenden, oder? Im Fall von Webspeech klappt's wunderbar. Ich denke, dass sich Screenreader oder Textbrowser doch am Seiteninhalt, und nicht am Bildschirminhalt orientieren, oder irre ich?

[q=Ingo]Eine gängige Methode zum Ausblenden ist die Positionierung außerhalb Fensterbereiches. [...][/q]
Also ich weiß nicht... Das klingt für mich eher wie ein Workaround... Man sollte doch davon ausgehen, dass dies mit den heutigen Mitteln nicht mehr nötig ist, oder?`;)

[q=Ingo][...] verlinke das Bild mit dem Alternativtext "Zeitungsartikel zum Thema XY" zu einer HTMl-Seite. [...] gib noch title="zur Textversion" mit.[/q]
Das ist eine sehr gute Idee. So werde ich es machen. Vielen Dank! :-)
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8

Freitag, 24. Juni 2005, 14:06

Hi,

Zitat von »LapisInfernalis«

Ich denke, dass sich Screenreader oder Textbrowser doch am Seiteninhalt, und nicht am Bildschirminhalt orientieren, oder irre ich?

genau kann ich Dir das leider nicht sagen, da die häufig genutzten Screenreader allenfalls als extrem kurz nutzbare Testversionen zur Verfügung stehen und ich darauf keine Lust habe...
Es ist aber so, daß diese Programme AFAIK auf dem IE aufsetzen und dieser ja zunächstmal das CSS @media screen nutzt.

Zitat von »LapisInfernalis«

Also ich weiß nicht... Das klingt für mich eher wie ein Workaround... Man sollte doch davon ausgehen, dass dies mit den heutigen Mitteln nicht mehr nötig ist, oder?`;)

eben leider nicht. Da display:none meist nicht funktioniert und @media aural kaum implementiert ist, ist die Positionierung derzeit noch die überall empfohlene Methode.
Gruß
Ingo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ingo« (24. Juni 2005, 14:07)


9

Freitag, 24. Juni 2005, 14:39

[q=Ingo]Es ist aber so, daß diese Programme AFAIK auf dem IE aufsetzen und dieser ja zunächstmal das CSS @media screen nutzt[/q]
Das erwähnte Programm "Webspeech" ist so ein IE-Kandidat. Dort klappt's aber wunderbar. Das ist hoffentlich keine Ausnahme.

[q=Ingo]Da display:none meist nicht funktioniert und @media aural kaum implementiert ist, ist die Positionierung derzeit noch die überall empfohlene Methode.[/q]
Mmmh. Ich glaube, das recherchiere ich mal genauer. Welche Screenreader gibt es überhaupt? Gibt es eine Art Informationsportal zur Barrierefreiheit, wo man eventuell eine Auflistung versch. Screenreader bekommt?
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