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Donnerstag, 10. Juni 2004, 08:51

Einführung und Linksammlung

(Dieser Beitrag steht so auch in der WSB-Beitragsreihe)

Die Usability und Accessibility - Linksammlung

Auf häufige Fragen nach und Notwendigkeiten für Referenzen zu Material, das Webautoren bei der Erstellung zugänglicher und kompatibler Dokumente unterstützt, liefere ich Euch hier eine kleine Sammlung wichtiger solcherwelcher.

Diese kleine Sammlung ist natürlich nicht vollständig, das ginge garnicht, aber die wertvollsten Informationen sind in der Tat hier zu finden. Sollte dennoch ein Link fehlen, so postet dies bitte in diesem Thread mit einer kurzen Begründung.

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Wer ist benachteiligt?
Die meisten wissen, aber nur wenige ignorieren nicht, dass es im Internet eine ganze Menge Menschen und Maschinen (Suchmaschinen-Bots) gibt, die nur über eingeschränkte Möglichkeiten der Wahrnehmung aller "Features" eines fiktiven aufwändigen Internetangebotes verfügen. Dies sind zum Beispiel:
  • Sehbehinderte
    Diese nutzen möglicherweise einen Sprachbrowser oder eine Braillezeile, die ähnliche Möglichkeiten haben, wie ein Textbrowser.
  • Menschen mit vorgegebener Software
    In vielen Universitäten und Büros gibt es nur die vom Administrator installierte Software, die dann nicht auf dem aktuellen Stand sein muss. Verbreitet ist zum Bleispiel der Netscape Navigator 4.x.
  • Menschen mit bescheidener Hardware oder Anbindung
    Viele Menschen haben einfach kein Geld, oder sehen kein Bedürfnis, sich einen aktuellen Rechner mit Breitbandanbindung zu unterhalten. Schließlich kann man auch unter DOS mit Modem ganz fabelhaft im www surfen, nur sind dort halt keine/eingeschränkte Grafik-, PlugIn- und clientseitigen Scripting-Möglichkeiten gegeben. Zudem ist ein ganz anderer Trend im Kommen: durch die neuen Möglichkeiten wird das Internet immer mehr auch von winzigen Bildschirmen per Handheld oder gar Mobil-Telefonen besucht.


Wo und wie treten Probleme auf?
Viele Webautoren schreiben Ihre Webseite nur für einen (ihren) Browser und eine (ihre) Auflösung. Dann kommt es dazu, dass Bilder ohne alt-Attribute auf einmal als Dateiname mittem im Text stehen, das ganze schön absolut "zurechtgepixelte" Layout rutscht in neue Zeilen, die schöne Farbkombination ist natürlich auf einem Monochrom-Bildschirm nicht lesbar und ganze Navigationen versagen ihren Dienst, da sie ohne clientseitige Scriptsprachen einfach nicht funktionieren. Und dann gibt es noch die kleinen Fehlerchen, die einfach auftreten, weil sich der Webautor nicht an die Standards hält und damit die Interpretation dem Brauser des Surfers überlässt. Dann ist das Ergebnis undefiniert.

Wie kann man solche Probleme vermeiden?
Die kleinen Syntaxfehler lassen sich recht einfach vermeiden, indem man sie nicht macht. ;) Hierbei hilft ein Tutorial von Michael Jendryschik. Es ist die Einführung in (X)HTML, CSS und Webdesign, die dem Leser von Anfang an den rechten Weg weist und auch selbst viele lehrreiche Links enthält. Viel ausführlicher, und deshalb wesentlich unübersichtlicher ist SelfHTML von Stefan Münz. Es empfiehlt sich, das erstgenannte zum Lernen und SelfHTML als Nachschlagewerk zu benutzen.

Um zu überprüfen, ob man Syntaxfehler gemacht hat, verwendet man sogenannte Validatoren. Hier sei der (X)HTML-Validator vom W3-Consortium empfohlen. Zusätzlich gibt es dort auch einen CSS-Validator. Als Alternative sei noch der (X)HTML-Validator der WebDesignGroup genannt, der im Fehlfalle einer Doctype-Angabe einfach eine entsprechende annimmt.

Dann sollte noch der praktische Test in gängigen Browsern folgen. Neben aktuellen Browsern wie Internet Explorer, Mozilla/Netscape in Version 6.x/7.x und Opera sollte man noch mit älterer Software wie etwa dem noch weit verbreiteten Netscape Navigator in Version 4.x testen. Weiterhin empfiehlt sich auch ein Test in einem Textbrowser, wie etwa Lynx, wer nur einen schnellen Test machen will, ist auch mit dem Lynx-Emulator gut bedient. Auf http://www.dejavu.org/ findet man weitere Emulatoren älterer Browser.

Neben der Technik eines Webdokuments ist natürlich auch die durchdachte logische Strukturierung wichtig. Hierzu gibt es eine Menge Ratschläge sowie weitere nützliche Tips in den WAI (Web Content Accessibility Guidelines) vom W3-Consortium. Deutsche Übersetzung.

Ein wichtiges Dokument, das gut beschreibt, was man alles beachten sollte, bevor man ein Webdokument der Öffentlichkeit preisgibt, ist die Checkliste der deutschen Newsgroup de.comm.infosystems.[URL]www.authoring.misc[/url], wo auch eine unbedingt zu lesende kritische Meinung zu Frames verlinkt ist.

mit freundlichem Gruß
Mirko Westermeier

PS: weitere Links zum Thema findet Ihr auch in meiner eigenen Webauthoring-Linksammlung. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »memowe« (10. Juni 2004, 08:52)