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Montag, 3. Februar 2003, 03:42

ein tag im leben des mörchen

basics:
mushroom = meine firma

sonntag, 17.11.2002 - gegen ein uhr nachts.

ein gut gelaunter, fröhlicher kleiner mor trifft im mushroom heimathafen ein. nach dem anketten seines fahrrades sieht er ein offenes fenster, offene office-tür - nanu? heute, um die zeit jemand da??

klingel.... nichts. gut, hat wohl ma wieder einer vergessen die schotten dicht zu machen. also schwupps rein, um diese widerliche alarmanlage zum schweigen zu bringen.

piep... piep... JIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIUJIU... auf einmal geht ein höllenlärm los, mein pulsschlag steigt in den megaherz-bereich und ich fühle mich, als hätte mir jemand die hosen mitten auffer einkaufsstrasse runtergezogen.

okay, nach plan vorgehen: auf den anruf des sicherheitsdienstes warten.

nur - wo in diesem verdammten laden kann man denn das licht anmachen?!

die tollste computer-ausstattung, dicke homepage auf 4 servern, zwei cappucino-maschinen, einen unnützen 40 euro/monat-teuren wasserspender und vielem anderen lustigen tüddelkram - aber kein normales licht in diesem laden! suppa! die wenigen noch verbliebenen, funktionierenden lichtschalter sind strategisch so günstig vollgestellt, das sie vor jedem zugriff sicher geschützt sind. arghl.
sucht das mal, wenn eine höllen-sirene eure verbliebenden gehirnzellen temporär lahmlegt.

wo bleibt denn der verdammte anruf von diesen alarm-fritzen?

ah -- es klingelt, die rettung naht. ja, juten morjen... passwort? ja, kein problem. blabla.

es folgt ein skeptisches "das iss dat falsche passwort" am ende der leitung.

wie, passwort ist falsch?

der puls ist nicht mehr messbar, die schweißperlen tropfen von der stirn.

nee, passwort falsch, kann nicht sein, oder vielleicht doch? hat der chef das inzwischen ausgewechselt?

er hat.

welch glück, das mörchen das neue passwort noch zufälligerweise mitbekommen hatte.

passwort richtig. phuu. zurück, im dunklen, zur alarmanlage um diese verdammte höllenmaschine zum schweigen zu bringen. dieses perfide ding soll möglichen einbrechern eher einen herzschlag verpassen als die polizei zu belästigen. egal.

die gute frau vom sicherheitsdienst musste das kleine mörchen noch kurz beruhigen, um einen herzinfarkt abzuwenden.

die schweißperlen wegwischend bemerkte das kleine mörchen dann licht im klo. iss vielleicht doch jemand da? kannjanichsein.

weiter zur küche. da brannte zwar nicht das licht, aber fast die kaffeemaschine, denn die war auch noch an. das, was ma flüssiger kaffee gewesen war, mutierte nun zu einem nicht angenehm aussehenden, braunen, trockenen klumpen.

alles andere als angenehm anzusehen war auch die küche - ein schweinestall sondergleichen. der dezente hinweis am kühlschrank, doch endlich mal alle lebenden güter zu entsorgen, wirkte da wie blanker hohn. wieviele schweine, rinder und hühner sich hier wohl versorgt haben mögen?

ich hätte meinen schock natürlich auch im liegen kurieren können, denn die matraze war noch aufgebaut. kleingeld lag/liegt auch davor, ´ne schachtel zigarretten wär da noch drin gewesen. gerüchte, das geld im office verschwunden wäre, seh ich nun aus einem ganz anderen blickwinkel. offensichtlich sind einige wohl schlicht zu blöd, um ihre paar piepen beisammen zu halten.

aber sich hinzulegen - bei dieser bullenhitze? die heizanlage scheint aufs maximum hochgejagd worden zu sein, inner ganzen bude herrschten temperaturen wie aufm heizdeck der titanic!

jaja, das sind mir die richtigen ökos, müll trennen aber fenster auf, heizung/licht/kaffeemaschine an - obwohl keine sau da iss.

bis auf die kaffeemaschine (zwecks eigenversorgung) sah ich übrigens nicht im entferntesten ein, diesen schweinestall - der wohl mal eine küche gewesen sein mag - in irgendeiner form wieder herzurichten. wer das tun würde, wär ja schon fast selbst schuld.

ergo: ich bin nich wirklich jemand, der mitner buddel sakrotan inner hand herumläuft, aber in einem verdreckten, schlampigen laden zu arbeiten ist nicht wirklich schön.

zumal man allein bei den heizkosten sparen kann - wenn der laden nicht schon wegen der dahinsichenden kaffeemaschine am ende abgefackelt wäre.

und wegen dem kaum verhandenen licht, meine schukkeligen office-kollegen, da müssen wir uns aber nochmal ganz geschmeidig unterhalten.

gruss, der mor | bewegt.
Signatur von »mor« Demnächst sitzt einer mehr vor dem Bildschirm: Ihr Verstand. WELTVOX kommt.
························································· MACHT noch immer AN! ··