Ich finde diese Aktion auch nur begrenzt Sinnvoll. Wie Nico sagte ist dies eher eine "Internet-ist-Böse"-Aktion. Ich denke das Internet ist nur eine Plattform für die "Jugendlichen" ihr, von ihreren Idolen, erlernten Meinungen kunt zu tun und wie sie zu handeln.
Ich denke das Fernsehen hat in diesem Fall auch mehr verantwortung. Wenn ich mal Nachmittags durchs Fernsehen zappe und bei Viva Plus wieder "Fler" mit seiner "Neuen Deutschen Well" einen auf "cool" macht und sich mit "Pussys" und "Chicks" umgibt um zu "rappen" wie toll er doch sei und das er gar kein "Rapper" sei ... (für mich ist dieser Kerl ein Neonazi). Wenn dieser dann am Ende des Videos in einem alten Keller steht mit irgendwelchen Typen mit dicken Muskeln die sich alle ala Fight-Club einen auf die Fresse geben, unter den Augen und bällen von Kampf-Hunden, bis einer von ihnen zu Boden geht ...
Ich bin ja zum Glück nicht mehr auf einer Schule, wo die Kinder ab der 5. Klasse unterrichtet werden, aber wenn ich dann Nachmittags durch die Stadt gehe oder meine Freunde auf meiner alten Schule besuche (diese sind noch auf einer Gesamtschule), dann denke ich meist auch nur noch, scheiße, was ist hier los?! Da wird man sogar als älterer und größerer von den "Kiddies" angemacht. Und so viele sozialschwache Familien und Kinder, aus Sozialenbrennpunkt-Vierteln, _kann_ es nicht geben, dass man alle zwei Meter dumm angemacht wird.
Ich glaube, da dreht sich eine gefährliche Gewalt-Spirale. Früher hat man den Mädchen noch aus Spaß an den Haaren gezogen oder auf den Po gehauen (warum stehen die Mädhcen eigentlich immer auf solche Typen?) und heute schiebt man die Handykamera unter der Klo-Tür durch und verbreitet die Aufnahmen im Internet (MMS sind ja zu teuer und man hat ja kein Geld mehr auf dem Handy, da man sich die neuesten Handy-Bilder und -Töne kaufen musste). Zudem habe ich das Gefühlt, dass die Gewalt subtieler wird. Während man sich früher öffentlich eins auf die Fresse gegeben hat, wird heute eher heimlich und stetig gemobbt.
Ich weiß nicht, in wie weit Internet-Filter und -Aufsicht helfen. Es gibt immer mittel und wege diesen auszuhebeln oder zu umgehen. Wobei ich diese für im Prinzip sinnvoll halte, um jedenfalls das gröbste auszuschließen. Jugendliche in dem alter sind ja eher verschlossen, was ihre Probleme angeht und für Aufklärung von Seiten der Eltern oder anderen Autoritäten (z.B. Lehrer) auch eher verschlossen. Ich denke jeder weiß, was ich meine (auch wenn nicht alle so sind/waren). Ich denke, jeder Jugendliche muss seine Grenzen selber austesten, sowohl real als auch im Internet. Ich denke auch, dass jeder schon mal versuch hat eine Porno-Seite zu öffnen - nur mal um zu gucken ob es geht; um seine Grenze auszutesten. Dann sollte es die Aufgabe der Eltern sein, die Grenzen abzustecken. Vielleicht sollte man lieber alle besuchten Seiten des Kindes protokollieren, als mit Internet-Filter Webseiten zu verbieten. Und dann sollte man mit dem Kind, falls es Webseiten mit nicht legitimierten Inhalten besucht hat, darüber reden oder je nach schwere vielleicht sogar bestrafen. Aber: Gewalt fördeter Gegen-Gewalt!
Mal meine Meinung, ohne konkrete Lösungs-Vorschläge.
[q=Snoop]ich halte für die "kleineren" auch sowas wie Webfilter relativ angebracht, dass z.B. grundsätzlich "fast" alle irc-chats abgeschaltet werden...[/q]Ich halte das IRC für nicht so schlimm, wie Chat-Webseiten, wie etwa dieses "Knudells" (kenne ich selber nur vom hörensagen). Auch wenn es im IRC wirklich brisante Sachen gibt, so finden doch die meisten Gewalttaten, von denen TNS'-Zitat spricht, eher in solchen Chat-Communities statt.
MfG Arne

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