uppsss ... was hab ich hier nur losgetreten
Was hattest Du denn erwartet? Gerade bei solchen Themen scheiden sich die Geister gewaltig.
Sorry Alex, aber auch wenn ich die Argumentation durchaus nachvollziehen kann, so beläuft sich mein Verständnis solcher Sprüche bei NULL.
Dann müsst ihr konsequenterweise aber auch Kritik an meinem Ausspruch üben:
Urlaub für Deutsche nur noch in Taiwan! Mit steuerabsatzfähigen Kondomen!
Und beim nächsten Tsunami werden ganz zufällig in Deutschland ein paar Arbeitsplätze frei...
Sicher hat Snoop Recht, wenn er meint, dass eine radikale Weltbevölkerungsdezimierung keine akzeptable Lösund der Witschaftsprobleme darstellt. Aber schaut euch doch um. Wie sieht es denn auf der Welt heute aus? Gut 5 Milliarden Menschen und stagnierende Wirtschaft.
"Wachstum" wird nur noch durch Kostensenkung vorgegaukelt. Automatisierung, Arbeitsplatzabbau und einen äußerst aggressiven GELDMARKT. Firmen kaufen sich gegenseitig auf, bilden komplizierte Konzerne und sind wegen stagnierender oder sogar sinkender Absätze nur durch brutalste RATIONALISIERUNGSMASSNAHMEN in der Lage, ihre Gewinne zu steigern.
Hier zeigen sich die berühmten "antagonistischen Widersprüche" des Kapitalismus.
Er kann nur mit ständig steigenden Profiten überleben.
Schaut euch den bisherigen Verlauf der Geschichte an. Der Kreislauf von W-K-K, also
WACHSTUM-KRISE-KRIEG ist nicht zu übersehen.
Große Kriege sind nicht mehr machbar, da sie den Verursacher unweigerlich vernichten würden.
Also zetteln die USA als militärisch stärkste Macht der Welt lauter kleine Kriege an. Die anderen, die sich das nicht erlauben können, verfallen in die sogenannte humanitäre Hilfe, um sich dauerhaft Absatzmärkte zu sichern, bzw. diese sogar zu vergrößern. Wenn ich heute 1.000.000 Menschen mit Waren versorge, dann bringt das vielleicht pro Kopf 2 Euro im Jahr. In 10 Jahren sind aus einer Million Menschen schon mindestens fünf geworden. Immer noch 2 Euro Gwinn pro Kopf. Hoppla, ich habe ja plötzlich aus zwei Millionen Euro Zehn gemacht! Das ist Wirtschaftswachstum, odert??? Dabei geht es gar nicht um ECHTE LEISTUNGEN, nein, man stellt den betreffenden Ländern einfach Geld zur Verfügung, als Kredit, bekommt dafür z.b. Bodenschätze und kassiert kräftig Zinsen und Zinseszinsen, weil diese Länder natürlich niemals in der Lage sein werden, ihre Schulden abzubauen...
Dieser Kreislauf kann momentan nicht durchbrochen werden. Er kann nur kurzfristig unterbrochen werden, bis entweder sich die Menschheit tatsächlich in einem dritten Weltkrieg selbst in die Steinzeit zurückbombt oder eine andere Lösung des Problems gefunden wird, um diesen im Kapitalismus zwingend vorgeschriebenen Kreis zu beenden.
Bevor hier noch jemand denkt, ich würde dem Sozialismus hinterhertrauern.
Nein. Das war auch nicht die Lösung. Das starre System der Planwirtschaft musste über kurz oder lang so enden. Eine effektive Lösung muss beinhalten, dass jeder Mensch zufrieden sein kann. So lange es Unterschiede zwischen den Menschen, also Arme und Reiche gibt, wird es keine Gleichheit geben, Einige sind immer etwas gleicher als andere. So lange viele Menschen mit wenig Geld für wenige mit viel Geld arbeiten, sich also verkaufen müssen, wird es nicht möglich sein, eine effektive Lösung des Problems zu finden. Die wahre Macht liegt nicht in den Händen von Politikern, das sind ausnahmslos Marionetten des Kapitals, sie liegt im Geld. Hast du was, bist du was. Hast du nix, bist du auch nix. Wie sonst wäre es zu erklären, das ein Politiker von einem Konzern 8000 Euro Rente bekommt, dann seine Politikerkarriere aufgibt, um in dem selben Konzern, dem er als Wirtschaftsminister eine sehr lukrative Fusion mit einem anderen per MINISTERERLASS erlaubt hatte, einen Managerposten zu übernehmen?? Und jetzt dafür auch noch 3000 Euro Ministerrente kassiert? Neben seinem Managergehalt von mehr als 10000 Euro?? Welchen Grund hatte er wohl, gegen den Rat anderer, diesen Ministererlass durchzuboxen?? Das ist Wirtschaft heute. Geld ist nicht da, um Waren einzukaufen. Das Geld ist selbst zur Ware geworden. Das ist lukrativer, als umständliche Produktionen anzukurbeln. Leihen wir anderen das Geld dafür, kaufen ihnen billig die Waren ab und kassieren zusätzlich Zinsen für das geliehene Geld.
So geht Kapitalismus. Humanität gibt es nicht. Nur Profit.
Es klingt nahezu nazistisch, wenn man die Meinung vertritt, dass momentan nur eine radikale Dezimierung der Weltbevölkerung das Problem wenigstens vorübergehend mindern könnte. Aber es ist leider tatsächlich so. Der erste Weltkrieg forderte in den beteiligten Ländern etwa 10 Millionen Tote. Danach ging es mit der Wirtschaft aufwärts.
Im Zweiten waren es 60 Millionen. Danach? Das sogenannte Wirtschaftswunder....Wir sind wieder in der Phase der Stagnation, der Krise...
Wenn eine weitere Steigerung der Produktivität durch Kostensenkung nicht mehr möglich sein wird, dann wird die galoppierende Inflation folgen. Rennen tut sie ja schon. Schaut euch den stetigen Preisanstieg der Waren an. Steigen etwa Qualität und tatsächlicher Wert? Ich spreche nicht von Konsumgütern wie Radios, Fernsehern, Computern und so.
Ich spreche von Lebenshaltungkosten für Lebensmittel, Wohnung (MIETE!!) und Kosten für die Erhaltung der eigenen Arbeitskraft (Auto! Wer heute nicht mobil ist, und seine Arbeit nicht auch z.B. in München machen kann, während er in Hamburg wohnt, hat keine Chance auf dem Arbeitsmarkt!) Auch die Arbeitskraft wurde zur Ware. Wir alle prostituieren unsere ARBEITSKRAFT, ohne deren tatsächlichen Wert ersetzt zu bekommen.
Wenn ein LKW - Fahrer 1600 Euro im Monat bekommt, dann muss er dem Unternehmer dafür einen Umsatz von 35.000 Euro einfahren. Davon bleiben dem Unternehmer etwa 2500 Euro Gewinn.
WAS ist also der TATSÄCHLICHE WERT der Arbeitskraft des Fahrers? 1600? 2500? oder gar 4100 Euro??
Und warum bekommt ein Fahrer, der z.B. aus der Ukraine stammt, für die GLEICHE Arbeit nur etwa 300 Euro?? Ist seine Arbeitskraft weniger wert?? Ist gar dieser Mensch dort weniger wert?
Man kann es drehen und wenden, wie man will, das Kernproblem auf dieser Welt sind die durch das Geld verursachten Unterschiede zwischen den Menschen. Diese zu beseitigen würde eine vernünftige Lösung darstellen. Nur wie soll man das anstellen? Das Geld abschaffen? Die Menschheit würde andere Mittel finden und das gleiche Problem reproduzieren. Nicht das Bewusstsein hebt den Menschen aus dem Tierreich hervor, es ist die GIER nach BESITZ, die ihn vom Tier unterscheidet.
Tiere kennen das nicht.