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1

Montag, 17. Januar 2005, 18:53

Asienflut kein Thema?

mir ist gerade mal etwas aufgefallen ... es gibt hier kein Thread zur Asienflut ... :surprised:
Signatur von »TheNobody Style«

2

Montag, 17. Januar 2005, 19:01

RE: Asienflut kein Thema?

Zitat von »TheNobody Style«

mir ist gerade mal etwas aufgefallen ... es gibt hier kein Thread zur Asienflut ... :surprised:


.. und auch nicht zu Mooshammer... Aber was solls.. Denke über die Asienflut hat man lang und breit geredet und es ist auch nicht unbedingt ein Thema über das die Meinungen gespalten sind.. Deswegen ist diskutieren immer schwierig :)

Tobias
P.S. Ja ich weiß der Vergleich war provokant
Signatur von »t-ob-i« {SIGNATUR}

3

Montag, 17. Januar 2005, 19:02

RE: Asienflut kein Thema?

Zitat von »t-ob-i«


.. und auch nicht zu Mooshammer... Aber was solls..

http://www.webstyleboard.de/t5171
Signatur von »TheNobody Style«

4

Montag, 17. Januar 2005, 19:54

RE: Asienflut kein Thema?

Zitat von »TheNobody Style«

Zitat von »t-ob-i«


.. und auch nicht zu Mooshammer... Aber was solls..

http://www.webstyleboard.de/t5171


OK, das ist wirklich traurig ...
Signatur von »t-ob-i« {SIGNATUR}

5

Montag, 17. Januar 2005, 21:35

[q=Tobi]

Zitat von »TheNobody Style«

Zitat von »t-ob-i«


.. und auch nicht zu Mooshammer... Aber was solls..

http://www.webstyleboard.de/t5171


OK, das ist wirklich traurig ...[/q]
Sag mir bitte, dass Du das nicht so meinst, wie ich es verstanden habe... :surprised:
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein (1879-1955)

A common mistake people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
Douglas Adams (1952-2001)

6

Montag, 17. Januar 2005, 21:43

ASIENFLUT

Für mich deshalb kein Thema, weil die A...geigen nur Kohle haben wollen.
Hatte mich bereit erklärt, da sowieso arbeitslos, da runter zu gehen und mit anzupacken.

WIR BRAUCHEN KEIN PERSONAL, ABER SIE KÖNNEN GERN ETWAS GELD SPENDEN...
Signatur von »Willi«
;) Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie hattest,
dann mußt Du etwas tun, was Du noch nie getan hast ;)

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Politiker und einem Mafioso?

Mafiosos sind intelligent und halten Ihre Versprechen...

7

Montag, 17. Januar 2005, 22:14

[q=Willi]Für mich deshalb kein Thema, weil die A...geigen nur Kohle haben wollen.[/q]
Da ist leider etwas dran... :(

Anderes Beispiel: Die Stadt Bam (schweres Erdbeben Weihnachten 2003). Dort wurde auch gespendet, wenngleich nicht annährend soviel, wie im Fall der Tsunami-Katastrophe, aber dort wurde bis heute nicht ein einziges Haus wieder aufgebaut.

Die Menschen leben bis heute in Containern oder Zelten. Da fragt man sich doch ernsthaft, wo das ganze Geld geblieben ist. Und jetzt sagt bloß nicht, es sei für die Container und die Zelte drauf gegangen... :sick:
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8

Dienstag, 18. Januar 2005, 09:25

Zitat von »Willi«

ASIENFLUT

Für mich deshalb kein Thema, weil die A...geigen nur Kohle haben wollen.
Hatte mich bereit erklärt, da sowieso arbeitslos, da runter zu gehen und mit anzupacken.

WIR BRAUCHEN KEIN PERSONAL, ABER SIE KÖNNEN GERN ETWAS GELD SPENDEN...


Hmm... erstmal es ehrt dich, dass du tatsächlich anpacken wolltest, aaaber.

1. Was zeichnet dich aus, dass gerade du dort unten gebraucht werden kannst. Da gibt es ebenfalls relativ viele Menschen, die vorteilhafterweise auch miteinander kommunizieren können und zumindest Ortskentnisse besitzen. Technische Personal, wie etwa der thw ist dort schon im Einsatz und die haben sicherlich im konkreten Fall mehr Ahnung.

2. Wo hast du angerufen, wen hast du gefragt? Wie kommst du darauf, dass diejenige Person in der Lage war darüber zu entscheiden? Kannte die Person dich? Was meinst du wieviel Spinner dort täglich anrufen und fragen wo se sich zum Arbeitsdienst melden können ;) ??? Ich kann die dort sogar verstehen, wenn die von derlei Vorstellungen etwas genervt sind.

3. Ist derlei Gedanke nicht evtl. etwas naiv? Wie stellst du dir so eine Hilfe vor? Du musst dort hinreisen (mit eigenem Geld)? Musst dort untergebracht werden + Verpflegung. Da müssen ätzliche Leute diese Laien-Helfer koordinieren. Dann brichst du dir dort nen Bein und bezahlen tut die ärztliche Behandlung dann vermutlich auch niemand. Oder du wirst von einigen Guerillas verschleppt... ;) - also ich halte die Vorstellung: "Ich gehe da runter und helfe konkret" zwar für ehrenhaft (wenn sie denn wirklich ehrlich gemeint ist!), aber für schwer umsetzbar, weil einfach zuviele Faktoren dabei sind, die einem rational denkenden Menschen überzeugen müssen: das bringt nix.
Was diese Leute dort wirklich brauchen ist tatsächlich Geld. Wiederaufbau, Räumung, Versorgung der Menschen dort kostet immens...

Zitat von »Lapis«

Die Menschen leben bis heute in Containern oder Zelten. Da fragt man sich doch ernsthaft, wo das ganze Geld geblieben ist. Und jetzt sagt bloß nicht, es sei für die Container und die Zelte drauf gegangen... krank

Da ist allerdings was wahres dran und Geld wird vermutlich jetzt auch wieder verschwinden - aber die Hoffnung besteht, dass die Menschen dort dann selbst davon mitbekommen und handeln könnten.
Zumindest ist doch die Signalwirkung momentan immens - so viel Hilfsbereitschaft hab ich noch nicht gesehn. Allerdings hab ich auch noch nie so ne Katastrophe gesehn...
was allerdings tragisch ist, dass in Afrika täglich rund 1000 Menschen sterben aufgrund von Folgen von Umweltkatastrophen, Hunger, Seuchen, Kriegen. Also müssten wir nur 200 Tage warten und wir hätten die gleiche Totenzahl. Sarkastisch wie das jetzt klingen mag - bittere Wahrheit. Der schwarze Kontinent wird leider vergessen obwohl er direkt vor unserer Tür liegt.
Signatur von »Snoop« The use of COBOL cripples the mind; its teaching should, therefore, be
regarded as a criminal offence.
-- Edsger W. Dijkstra, SIGPLAN Notices, Volume 17, Number 5 (11.05.1930 - 07.08.2002)

9

Dienstag, 18. Januar 2005, 11:05

[q=Snoop]Zumindest ist doch die Signalwirkung momentan immens - so viel Hilfsbereitschaft hab ich noch nicht gesehn. Allerdings hab ich auch noch nie so ne Katastrophe gesehn...
was allerdings tragisch ist, dass in Afrika täglich rund 1000 Menschen sterben aufgrund von Folgen von Umweltkatastrophen, Hunger, Seuchen, Kriegen. Also müssten wir nur 200 Tage warten und wir hätten die gleiche Totenzahl. Sarkastisch wie das jetzt klingen mag - bittere Wahrheit. Der schwarze Kontinent wird leider vergessen obwohl er direkt vor unserer Tür liegt.[/q]
Ganz genau so sieht es leider aus... Es gibt (nicht nur in Afrika) Millionen Menschen, denen die grundlegensten Dinge fehlen, die für uns selbstverständlich und alltäglich sind. Aber daran scheinen sich die meisten bereits gewöhnt zu haben.

Die weltweite Hilfsbereitschaft war, bzw. beeindruckend, das ist war. Allerdings hatten die betroffenen Länder - so dämlich das auch klingt - Glück im Unglück. Wäre diese Tragödie nicht zu Weihnachten geschehen, wäre die Spendenbereitschaft die gleiche? Irgendwie bezweifele ich dass...

Wirklich beeindruckend, wenn nicht eher rührend, finde ich die Anteilnahme der Bürger von Beslan. Ihr wisst schon, die Stadt, in welcher es letztes Jahr zu diesem grauenhaften Massaker in der Schule gekommen ist. Die Bürger Beslans waren von der weltweiten Hilfsbereitschaft deart beeindruckt, dass die Beslaner ebenfalls für die Tsunami-Opfer gesammelt haben. Dabei sind 1 Mio. Rubel (26.000 Euro) zusammengekommen. Das mag auf den ersten Blick nicht viel sein, aber wenn man bedenkt, dass viele von ihnen selbst sehr wenig zum leben haben... :undecided:

Fakt ist doch, dass bei solchen Naturkatastrophen i.d.R. immer die Ärmsten der Armen als erste betroffen sind. Fakt ist aber auch, dass der Mensch selbst daran Schuld ist, dass bei derartigen Vorfällen viele Menschen um's Leben kommen. Dies wird sich in Zukunft, aufgrund des erfolgreichen Ausklinkens der Menschheit aus der natürlichen Evolution, wohl noch häufen...
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10

Dienstag, 18. Januar 2005, 13:50

Zitat von »LapisInfernalis«

[q=Tobi]

Zitat von »TheNobody Style«

Zitat von »t-ob-i«


.. und auch nicht zu Mooshammer... Aber was solls..

http://www.webstyleboard.de/t5171


OK, das ist wirklich traurig ...[/q]
Sag mir bitte, dass Du das nicht so meinst, wie ich es verstanden habe... :surprised:


Selbstverständlich meinte ich das es wirklich traurig ist das zur Asienflut kein Thema im WSB zu finden war aber zu Moshammers tot schon

Tobias
Signatur von »t-ob-i« {SIGNATUR}

11

Dienstag, 18. Januar 2005, 13:58

[q=T-ob-i]Selbstverständlich meinte ich das es wirklich traurig ist das zur Asienflut kein Thema im WSB zu finden war aber zu Moshammers tot schon[/q]
Thanks für die Aufklärung... :D Nichts für ungut, aber es klang im ersten Moment so nach dem Motto "Dumme Sache das mit der Tsunami, aber das mit Mosi ist wirklich traurig..."...

Hätte aber auch nichts anderes erwartet... :P Wie gesagt, nichts für ungut...
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12

Dienstag, 18. Januar 2005, 14:33

Zitat von »LapisInfernalis«

Ganz genau so sieht es leider aus... Es gibt (nicht nur in Afrika) Millionen Menschen, denen die grundlegensten Dinge fehlen, die für uns selbstverständlich und alltäglich sind. Aber daran scheinen sich die meisten bereits gewöhnt zu haben.

Ich denke es interessiert einfach niemanden. Wären nicht so viele Touristen vom Tsunami betroffen gewesen hätte sich die Spendenbereitschaft sicher in Grenzen gehalten. Es handelte sich bei den Opfern eben nicht um anonyme Personen. Das Schicksal der deutschen Staatsbürger im Krisengebiet wurde in den Nachrichten übermäßig in den Vordergrund gestellt. Man hatte fast den Eindruck, es gäbe nichts wichtigeres als die standesgemäße Rückführung der wenigen deutschen Opfer und die Wiederherstellung der Strände. Die zahlreichen einheimischen Opfer wurden dagegen meist einfach ohne Identifizierung verscharrt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DukeXP« (18. Januar 2005, 14:43)


13

Dienstag, 18. Januar 2005, 20:07

Zitat von »Snoop«


Was diese Leute dort wirklich brauchen ist tatsächlich Geld. Wiederaufbau, Räumung, Versorgung der Menschen dort kostet immens...


Blödsinn... Ein Haus kostet dort unten nur knapp 1000,00 (in Worten: eintausend) Euro.
Es wäre wirkungsvoller eine konkrete Hilfe mit Personal zu organisieren.
Was jetzt läuft, ist wieder einmal nur die politische Profilierung einiger Weniger.
"WIR HABEN 500 MILIONEN GESPENDET!" Dabei wissen die Ochsen noch nicht mal, wo sie es hernehmen sollen... Logisch, so eine Katastrophe ist ja in keinem Haushalt eingeplant.
Hätte man den gleichen Ländern vor zehn Jahren Kredite zur Inbetriebnahme eines FRÜHWARNSYSTEMES nach japanischem Vorbild gegeben, hätte es voraussichtlich nicht ein viertel der Opfer gegeben...
Diese Gelder werden, wie Spenden eigentlich immer in finsteren Verwaltungskanälen und den Taschen korrupter Politiker versacken...

Und Georgilein geht inzwischen in aller Ruhe auf den Iran los....
Signatur von »Willi«
;) Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie hattest,
dann mußt Du etwas tun, was Du noch nie getan hast ;)

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Politiker und einem Mafioso?

Mafiosos sind intelligent und halten Ihre Versprechen...

14

Dienstag, 18. Januar 2005, 20:22

[q=Willi]Hätte man den gleichen Ländern vor zehn Jahren Kredite zur Inbetriebnahme eines FRÜHWARNSYSTEMES nach japanischem Vorbild gegeben, hätte es voraussichtlich nicht ein viertel der Opfer gegeben...[/q]
Das wäre noch nicht einmal nötig gewesen. Viele Menschen waren Stunden (!) vorher von Erdbeben-Registrationsstationen (z.B. auf Hawaii) gewarnt worden.

Aber thailändische Geologen haben sich lieber zwei Stunden lang darüber gestritten, wie ernst die Warnung und die damit verbundene Gefahr genommen werden soll. Aus Rücksicht auf die Tourismusbranche wurde aber keine offizielle Warnung ausgegeben...

Im ersten Moment war ich richtig platt, als ich in den Medien erfahren habe, dass kurz nach der Katastrophe einige Urlauber an den mehr oder weniger verschont gebliebenen Strandabschnitten unbehelligt fortgesetzt haben.

Aber richtig entsetzt war ich, als es hieß, die Hilfe würde sich zunächst auf die Toursitenzentren konzentrieren. Typisch, habe ich mir gedacht... Die Einwohner selbst müssen dann sehen wo sie bleiben. Kurz darauf habe ich mit unserem FedEx-Fahrer, der einmal die Woche zu uns kommt und mit einer Thailänderin verheiratet ist, sagte dann, dass diese Handhabe wichtig sei...

Denn Tourismus ist nahezu die einzige Einnahmequelle für die Thailänder. Ohne Touristen wäre die thailändische Bevölkerung in noch größeren Schwierigkeiten, als ohnehin schon...
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15

Dienstag, 18. Januar 2005, 21:13

In solchen Dingen bin ich ganz der Zyniker.

Ich habe in Diskussionen in der Schule auch immer wieder betont, dass ich deshalb nirgendwo und niemals spende, weil das Geld dann ja nur für Waffen und Logistik von Aufständischen und goldene Wasserhähne in Präsi-Palästen ausgegeben wird.

Auf die Frage von Mitschülern, welche Art von Hilfe man den Leuten dort denn dann zukommen lassen sollte, habe ich mit genau einem Wort geantwortet: "Sterbehilfe."

Btw diese Art der Hilfe favorisiere ich auch für den Sudan und andere Krisenregionen. Jede mit unseren Spenden durchgefütterte Sudanesin bringt ein halbes dutzend Kinder zur Welt, die dann mit aufgedunsenen Bäuchen und glasigen Augen vor dem Rotkreuzcamp auf ihre Ration warten.
Signatur von »Alex« Man muss nichts sehen, um zu sehen, dass man nichts sieht, aber man muss etwas sehen, um zu sehen, was man nicht sieht.

16

Dienstag, 18. Januar 2005, 21:17

Mann, Zynismus ist aber echt Dein zweiter Vorname, oder? :eek:

Viele Freunde macht man sich damit nicht, nehme ich an..? :D
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

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17

Dienstag, 18. Januar 2005, 21:36

Das klingt krass, trifft das Problem aber genau, Alex. Und die Kette geht noch weiter. Diese Kinder sind ja beabsichtigt, um wieder Hilfsmittel wie z.B. teure Medikamente dorthin verkaufen zu können. Industriestaaten verkaufen heimlich Waffen an alle Parteien eines Krieges (1. Mal Profit) dann wird der Krieg verdammt und mit UNO-Unterstützung beendet(2.Mal Profit) danach die sogenannte Wiederaufbauhilfe gestartet, wo sich wieder Firmen goldene Nasen verdienen und nix tun.(3.Mal Profit)
Egal, wo man hinschaut auf der Welt, es ist überall das Gleiche. Afghanistan: erst werden die Taliban von den USA finanziert und militärisch ausgebildet, dann mit Waffengewalt niedergemacht.
Irak: Saddam erst gefördert (Mit welchen Waffen ist er wohl nach Kuweit marschiert??) dann wieder mit Krieg überzogen.
Wer hat damals eigentlich den Chomeni im Iran an die Macht gehieft??? Ihr ahnt, was kommt... Richtig geraten. Jetzt ist die Ecke dran... Und die Industrienationen teilen sich die Gewinne an den "Wiederaufbauprojekten". Und nebenbei noch die Ölrechte...

Urlaub für Deutsche nur noch in Taiwan! Mit steuerabsatzfähigen Kondomen!
Und beim nächsten Tsunami werden ganz zufällig in Deutschland ein paar Arbeitsplätze frei...
Signatur von »Willi«
;) Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie hattest,
dann mußt Du etwas tun, was Du noch nie getan hast ;)

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Politiker und einem Mafioso?

Mafiosos sind intelligent und halten Ihre Versprechen...

18

Mittwoch, 19. Januar 2005, 06:10

uppsss ... was hab ich hier nur losgetreten :surprised:

Willi, das ist halt die amerikanische Form von "Machen wir mal nen bissle Wirtschaftswachstum". Mich wundert da schon gar nix mehr ... auch nich, dass Troll Bush nu den Iran eins reindrücken möchte ... :irre:

Was die Spenden angeht so befürchte ich auch, dass da ne Menge irgendwo versickert .. zumal man ja schon die Bewegungsfreiheit der Hilfsorganisationen einschränken wollte ... "verteilen können wir das Geld alleine". Und ich denke, dass genau da der Haken ist. Man sollte generell kein Geld an die Betroffenen rausrücken, sondern nur die von ihnen benötigten Materialen (zB 10000 Sack Zement, 100000 Aspirin etc) und Hilfskräfte. Wenn ihnen das nicht schmeckt, dann gibt es gar nix ... denn dann haben sie die Hilfe scheinbar nicht nötig. Fertig.
Mich würde ja mal interessieren, wieviel an Spenden international zusammengekommen sind.

[q=alex]Btw diese Art der Hilfe favorisiere ich auch für den Sudan und andere Krisenregionen. Jede mit unseren Spenden durchgefütterte Sudanesin bringt ein halbes dutzend Kinder zur Welt, die dann mit aufgedunsenen Bäuchen und glasigen Augen vor dem Rotkreuzcamp auf ihre Ration warten.[/q]
da du ja nicht spendest ...
Ich frage mich allerdings warum du diese "Sterbehilfe" nicht im eigenen Land einführen willst. Du könnstet dich ja zB mit nem MG vor ner Bahnhofsmission/Armenküche etc postieren. Wenn man sich überlegt, dass es in Deutschland ne Menge Kinder gibt die nur durch solche Institutionen mal satt werden ... warum also nicht konsequent durchgreifen.
Sorry Alex, aber auch wenn ich die Argumentation durchaus nachvollziehen kann, so beläuft sich mein Verständnis solcher Sprüche bei NULL.
Signatur von »TheNobody Style«

19

Mittwoch, 19. Januar 2005, 09:11

Zitat von »TheNobody Style«


Sorry Alex, aber auch wenn ich die Argumentation durchaus nachvollziehen kann, so beläuft sich mein Verständnis solcher Sprüche bei NULL.


Dito. Und bei mir gehts noch weiter.. ich kann noch nichtmal die Argumentation nachvollziehn. Wenn ich mir vorstelle, dass sich Menschen nunmal nicht aussuchen können in welcher Gegend, in welchem sozialen Millieu mit welchem Geldsack unterm Arsch sie geboren werden, ists doch sehr borniert sich als Privilegierter hinzustellen und Sterbehilfe für diejenigen zu fordern, die offenbar "am Arsch" sind. Selbst wenn man persönlich für diese Menschen keine Zukunft sieht. Vielleicht haben die Menschen in der Behindertenwerkstatt gegenüber ja auch keine Zukunft in deinem Sinne und der Staat pumpt unendlich viel Geld in solche Institutionen. Ja - dann her mit der Euthanasie. Ging ja früher auch schonmal! Radioaktive Strahlung kann die Fruchtbarkeit ungemein hemmen - vielleicht einfach damit. Vielleicht sollte man das in ganz Afrika auch machen. Weil ja offensichtlich jedes Geld was man da "reinpumpt" in Panzer investiert, anstatt für die betroffenen Menschen ausgegeben wird.
Ich denke schon, dass man für Menschen in Krisenregionen Hilfe leisten kann. Auch in Afrika. Das Problem da ist einfach, dass viel zu wenig Staaten wirkliches Interesse an Afrika haben - daher wird nur sehr sporadisch geholfen, weswegen auch nichts fruchtbares dabei rumkommt. Es bringt nix mal hier ne Million und mal da ne Million zu geben... und wenn irgendwo in einem Staat jahrelang Bürgerkrieg herrscht (Sudan) und kein Staat der Welt auch nur nen Finger krümmt und stattdessen lediglich guckt, was der olle Saddam so treibt... dann ist das wirklich krank. Wenn schon, dann richtig intervenieren und den Menschen dort zeigen, dass man Interesse daran hat, dass sie nicht umgebracht werden... aber dieses Interesse besteht offenbar nicht. Daher leistet der "Westen" ja schon Sterbehilfe, wenn auch nur passiv.
Signatur von »Snoop« The use of COBOL cripples the mind; its teaching should, therefore, be
regarded as a criminal offence.
-- Edsger W. Dijkstra, SIGPLAN Notices, Volume 17, Number 5 (11.05.1930 - 07.08.2002)

20

Mittwoch, 19. Januar 2005, 11:06

Zitat von »TheNobody Style«


[q=alex]Btw diese Art der Hilfe favorisiere ich auch für den Sudan und andere Krisenregionen. Jede mit unseren Spenden durchgefütterte Sudanesin bringt ein halbes dutzend Kinder zur Welt, die dann mit aufgedunsenen Bäuchen und glasigen Augen vor dem Rotkreuzcamp auf ihre Ration warten.[/q]
da du ja nicht spendest ...
Ich frage mich allerdings warum du diese "Sterbehilfe" nicht im eigenen Land einführen willst. Du könnstet dich ja zB mit nem MG vor ner Bahnhofsmission/Armenküche etc postieren. Wenn man sich überlegt, dass es in Deutschland ne Menge Kinder gibt die nur durch solche Institutionen mal satt werden ... warum also nicht konsequent durchgreifen.

Vielleicht weil diese Kinder wenn sie satt und erwachsen sind keine zwei Dutzend Kinder großziehen, die dann vor der Suppenküche herumlungern. Vielleicht, weil die maximal zwei bis drei Kinder, die sie kriegen, dann von der Schule und dem Jugendamt aufgefangen werden könnten.
Vielleicht habe ich ja auch was gegen Suppenküchen, aber ich sprach auch von aktiver Sterbehilfe, sondern implizierte passive. Ob sie jetzt zwanzig Jahre jeden Tag die halbe Ration kriegen und dahinsiechen oder es nach zwei Monaten vorbei ist, das ist auch ein Unterschied.

In einem alten Erdkundebuch von ~1965 stand bei "Entwicklungsländer", dass die Entwicklungsländer, in denen rund die Hälfte der Weltbevölkerung (1 Mrd. Menschen) lebt, auf subsistenzwirtschaftlicher Basis bestehen und die Eigenversorgung mit Grunddaseinsfunktionen (Nahrung, Hütten, Kleidung) weitgehend aufrecht erhalten können.

Heute, nach etlichen Milliarden und Abermilliarden "Entwicklungshilfe", haben wir dort 80% der Erdbevölkerung (5 Mrd. Menschen), die ihre Eigenversorgung nur noch zu 20% sicherstellen kann.

Nehmen wir an, der "Westen" könnte eine völlig beliebige Anzahl von Menschen in Afrika ernähren und würde dies tun. Das Ergebnis:

In vierzig Jahren haben wir dort 95% der Erdbevölkerung (25 Mrd. Menschen), die ihre Eigenversorgung zu maximal 0,5% sicherstellen können.

In achtzig Jahren haben wir dort 99% der Erdbevölkerung (125 Mrd. Menschen), die ihre Eigenversorgung gar nicht mehr sicherstellen können.

Du siehst, egal wie lange wir den Zirkus mitmachen, irgendwann werden auch wir an unsere Grenzen kommen. Ob heute hunderttausend verhungern, in zwanzig Jahren zehn Millionen oder in vierzig Jahren eine halbe Milliarde (oder mehr), ist das nicht auch ein kleiner Unterschied?

Zitat

Sorry Alex, aber auch wenn ich die Argumentation durchaus nachvollziehen kann, so beläuft sich mein Verständnis solcher Sprüche bei NULL.
Klar, du musst die Opfer dieser vermeintlichen Humanität ja nicht mehr erleben. Tut mir leid, aber für relativ kurzsichtiges Denken und Handeln (und vor allem für diese Freikauf-Mentalität "Ich habe gespendet") fehlt mir das Verständnis.
Signatur von »Alex« Man muss nichts sehen, um zu sehen, dass man nichts sieht, aber man muss etwas sehen, um zu sehen, was man nicht sieht.