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1

Sonntag, 6. Juni 2004, 06:44

the fucking Euro ;-)

der Euro ... unsere Währung ... und ich gebe zu: Ich habe sie nicht gewollt!
1. es klingt scheisse (Euro, Cent bzw. Eurocent :rolleyes: )
2. die Münzen sind schrott

interessant is hierbei nur für mich als alter Ossi:

Mark -> DM = Umtausch 2:1
DM -> Euro = Umtausch 2:1
also rein finanztechnisch hätte sich die DDR die Vereinnahmung der BRD sparen können :D

aber nu zum Grund dieser Threads ...

auch nach ein paar (T)Eurojahren ... Ich rechne noch immer um und könnte mich tierisch drüber aufregen, was der Quatsch in DM kosten würde ... also einfach mal ne kleene Umfrage dazu :approve:
Signatur von »TheNobody Style«

2

Sonntag, 6. Juni 2004, 07:07

RE: the fucking Euro ;-)

Zitat

Original von TheNobody Style
Mark -> DM = Umtausch 2:1
DM -> Euro = Umtausch 2:1


dir ist klar das dass zusammen 4:1 ist? ;)

ich mag den Euro
Euro klingt gut und die Münzen fühlen sich gut an, besser als die ollen dm-stücke :tongue:


Gorgonzola
Signatur von »Gorgonzola« There is a theory which states that if ever anyone discovers what the Universe is for and why it is here, it will instantly disappear and be replaced by something even more bizarre.
There is another theory which states that this has already happened.

3

Sonntag, 6. Juni 2004, 07:42

RE: the fucking Euro ;-)

Zitat

Original von Gorgonzola

Zitat

Original von TheNobody Style
Mark -> DM = Umtausch 2:1
DM -> Euro = Umtausch 2:1


dir ist klar das dass zusammen 4:1 ist? ;)

arg ... ich denke, Sonntag 06:44 darf ich mir ruhig nen denktechnisch komplette Aussetzer leisten .... :D
Obwohl sich nu die ganze Tragödie offenbart ...

1000 Mark => 500 DM => 250 Euro
Irgendwie is ne Währungsreform immer nen Kniff in den Arsch
Auch wenn es der gleiche Wert ist (bzw sein soll), so sieht es doch irgendwie mickrig auf dem Konto aus :evil:
Signatur von »TheNobody Style«

4

Sonntag, 6. Juni 2004, 09:09

Tja, Scheffe, Du hast recht. Im ersteb Moment wirkt es wenig. Aber wenn Du damit ein Problem hast, was sollen dann die ganzen Armen Italiener machen? Die haben früher nie mit Münzen bezahlt, weil die so gut wie nix Wert waren. Da brauchte man zum Kaufen einer Packung Kaugummi ja schon fast ein Bündel Scheine. Und heute? Nur eine kleine Münze?

Oder was machen die Türken, wenn Sie denn (hoffentlich in ferner Zukunft ;) ) in die EU kommen? Die haben noch mehr Probleme... 37.000 türkische Lira hätten einen Wert von € 0,02 oder 2 Cent...

Jetzt aber mal im Ernst. Ich habe mich schon kurz nach der Umstellung daran gewöhnt, und mich gezwungen, nicht umzurechnen... Die Münzen gefallen mir persönlich sehr gut, genauso wie die Scheine, und außerdem finde ich die ideologische Idee eines auch währungstechnisch vereinten Europas sehr schön.

Das ich mich so schnell an das Geld gewöhnt habe, könnte aber auch daran liegen, dass ich mit meiner Frau am Wochenende in der Klinik eines Krankenhauses arbeite. Durch den ständigen Umgang mit Bargeld gewöhnt man sich sehr schnell daran... Aber eines fällt deutlich auf: Das Gros der Menschen realisiert den getiegenen Wert in der Tat nicht. Denn heute bezahlen weitaus mehr Kunden mit €50 Scheinen, als früher mit DM 100 Scheinen...

Ein Wort noch zu diesem Teuro-Schwachsinn:

Eigentlich kann ich es nicht mehr hören, und eigentlich rege ich mich darüber ja auch gar nicht mehr auf...

ABER: Wer die Währungsumrechnung für einen anstieg der Preise und Lebenserhaltungskosten verantwortlich macht, liegt schlicht und ergreifend _FALSCH_.

Im wesentlich gab, bzw. gibt es drei mehr oder weniger Gründe, aus denen die Menschen, vor allem durch geschickte Panikmache in den Medien, den €uro verteufelt haben:

1. Gemüsepreise

Kurz nach der Euroumstellung stiegen die Preise für Obst und Gemüse drastisch an. Da kam es schon mal vor, dass ein Kopf Eisbergsalat € 1,49 kostete, und alle begannen zu weinen und gaben dem armen, kleinen, gerade auf die Welt gekommenen €uro die Schuld.

ABER: Wie in (seriöseeren) Medien zu verfolgen war, leidete die Ernte vieler Landwirte in Europa unter schlechten Bedingungen und so blieben teilweise große Teile der Ernte aus. Das heißt: Weniger Ware verfügbar = Ware wird teurer verkauft...

2. Die Gastronomie

Ein weiterer Punkt, der einen Aufschrei in der deutschen Bevölkerung auslöste, waren die Preiserhöhungen in der Gastronomie. Viele gingen sogar so weit, von einer 1:1 Umrechnung zu sprechen. Doch woran viele nicht gedacht haben: Lange, lange Zeit blieben die Preise in der Gastronomie stabil. Schon viele Jahre haben es die Gastronomen versäumt, die steigenden Kosten an Ihre zahlende Kundschaft weiterzugeben.

Da aber nun die Speisekarten komplett neu gedruckt werden mussten, und auch durch 1., war nun die Chance günstig, die Preiserhöhung, die ja eigentlich schon länger ausstand, nun durchzuführen. An dieser Stelle kann man der Gastronomie natürlich vorwerfen, Ihr Fehler sei es gewesen, so lange zu warten.

3. Ölpreise und Ökosteuer

Die Benzinpreise kletterten schon lange vor der Euroumstellung in astronomische Höhen. Als wir 2000 meine Schwiegereltern nach einer USA-Reise vom Flughafen abholten, wollten sie kaum glauben, dass der Literpreis für Super die DM 2 Marke geknackt hatte.

Näheres dazu:

Zitat

Im Herbst 2000 erreichte der Benzinpreis seinen bisherigen Höchststand, der Preisanstieg betrug zwischen Januar 1999 und November 2000 rund 53 Pfennig pro Liter. Je nach Interessenlage wurden für den Anstieg 1. die Ökosteuer, 2. die Preispolitik der Mineralölkonzerne, 3. die Preise der Ölforderstaaten und 4. der hohe Dollarkurs verantwortlich gemacht. Doch wie setzt sich der Preisanstieg nun wirklich zusammen?
Nur 12 Pfennig, also etwa 25 Prozent, gehen auf die ersten beiden Stufen der Ökosteuer zurück, hinzu kommt der anteilige Aufschlag durch die Mehrwertsteuer von 2 Pfennig. Der größte Anteil der Preiserhöhung, 36 Pfennig, setzt sich aus den gestiegenen Rohölpreisen, dem Dollarkurs und auch der Preispolitik der Mineralöl - Multis zusammen.


Rest: http://online.wdr.de/online/service/oekosteuer/index.phtml

Für alle, die sich nicht mehr ganz erinnern, die Euroumstellung war zum 01.01.2002, als knapp zwei Jahre später...

Der nun weiter steigende Benzinpreis schlägt sich in vielfältiger Weise auf unseren Alltag nieder, denn schließlich bleibt es ja nicht bei den erhöhten Kosten beim Tanken.

Viele, viele Produkte benötigen Erdöl bei Ihrer Herstellung. Bei fast allem, das in Plastik eingepackt, gewicktelt oder aus Plastik ist, wird Erdöl verwendet, vom Joghurt-Becher bis zur Pillenverpackung.

Desweiteren kommt noch hinzu, dass die Produkte ja auch ausgeliefert werden müssen, und zumindest bei einem Teil dieser Strecke wird ebenfalls Benzin, oder Kerosin, verwendet...

Kurzer Abschweif:

Fassen wir mal zusammen:

Die Leute kaufen weniger -> Der Staat erhöht die Mineralölsteuer, um mehr zu verdienen -> Produkte werden teurer -> die Leute kaufen noch weniger -> Der Staat verdient weniger ...

Ich glaube, dass ist ein klasisches Beispiel für einen Teufelskreis. Bin mal ernsthaft gespannt, wie unsere geohrfeigten Jungs und Mädels in Berlin das wieder hinbekommen wollen....

Zurück zum Thema.

Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen, dass viele Faktoren zusammengekommen sind, aus denen der €uro unberechtigter Weise verteufelt wurde. Die Preise wären ohne geklettert, mit oder ohne €uro.... Wir sollten lieber froh sein, denn durch den doppelten "visuellen" Wert der DM wären uns auch die Preiserhöhungen _noch höher_ vorgekommen...

Ich will nicht bestreiten, dass das eine oder andere schwarze Schaaf versucht hat, durch die Euroumstellung abzukassieren, aber diese Minderheit ist nicht für die gestiegenen Lebenshaltungskosten verantwortlich.

Ich hoffe, meinen Standpunkt einigermaßen dargelegt haben zu können. ;)

LapisInfernalis
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein (1879-1955)

A common mistake people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
Douglas Adams (1952-2001)

5

Sonntag, 6. Juni 2004, 11:39

ich stimme dir voll und ganz zu lapis... :)

das einzigste was an der euro-umstellung gestört hat ist, dass wir in unserer demokratie nicht einmal gefragt wurden, ob wir das wollen!
Signatur von »fraggle« #include <signature.h>

6

Sonntag, 6. Juni 2004, 11:42

Da gebe ich Dir recht, fraggle.

In anderen Ländern gab es dazu auch eine Volksabstimmung. Aber ich vermute, dass unsere Regierung (vielleich zu recht?) davon ausgegangen ist, dass viele aufgrund von Sturrheit, Unwissenheit oder Ignoranz dagegen gestimmt hätten... ;)
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein (1879-1955)

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7

Sonntag, 6. Juni 2004, 11:50

Zitat von »LapisInfernalis«

Da gebe ich Dir recht, fraggle.

In anderen Ländern gab es dazu auch eine Volksabstimmung.
Die Verfassungen "dieser" Länder lassen dies ja auch zu; unser Grundgesetz hingegen lässt dies auf bundesebene nicht zu! Wenn, dann müsste das Grundgesetz mit doppelte zwei Drittel-Mehrheit geändert werden.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es Dinge gibt, über die man das gemeine Volk besser nciht abstimmen lässt!!
Signatur von »Investorman« ______________________________

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8

Sonntag, 6. Juni 2004, 12:25

Zitat von »LapisInfernalis«

Denn heute bezahlen weitaus mehr Kunden mit €50 Scheinen, als früher mit DM 100 Scheinen...


Ja, genau das trifft auch auf mich zu :D Außerdem sieht man es beim Trinkgeld, wo es früher eine Mark gab, geben die Leute einen Euro. :)

Ciao,
Chris
Signatur von »Chris« Auch ein Bonsai träumt von Größe.

9

Sonntag, 6. Juni 2004, 12:32

Zitat von »Investorman«

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es Dinge gibt, über die man das gemeine Volk besser nciht abstimmen lässt!!

Beispielsweise könnte man sonst nie eine Rentenkürzung durchsetzen, da die vielen Rentner natürlich alle dagegen stimmen würden. Ob es wohl eine Erhöhung der Tabaksteuer gegeben hätte wenn das Volk gefragt worden wäre? Könnte man jemals ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit / am Arbeitsplatz durchsetzen, obwohl das egoistische Verhalten der Raucher die Gesundheit der Mitmenschen schädigt?

Zurück zum eigentlichen Thema: Nach etwa einem halben Jahr hatte ich mich an die neue Währung gewöhnt und rechne seitdem nicht mehr um.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DukeXP« (6. Juni 2004, 12:35)


10

Sonntag, 6. Juni 2004, 13:04

@Lapis
du hast sicher recht, aber das mit dem Teuro ist ein rein subjektives Empfinden ... und ich glaube auch nicht, dass sich unsere Regierung nen Zigarettenpreis von 8 DM erlaubt hätte ... 4 Euro klingt dagegen nicht sooo viel. Is nur mal so ein Beispiel ... aber ich glaube, dass diese Masche desöfteren greift ... einfach deshalb, weil es nach weniger klingt.

Zitat

Könnte man jemals ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit / am Arbeitsplatz durchsetzen, obwohl das egoistische Verhalten der Raucher die Gesundheit der Mitmenschen schädigt?

könnte man ein Verbot für abgasproduzierende Fahrzeuge durchsetzen, obwohl da ... schädigt? (rein rethorisch, denn das wäre was für nen neues Thema *g*)
Signatur von »TheNobody Style«