Original von TheNobody Style
Ich finde es immer wieder amüsant zu lesen, wie diverse Browserhersteller ihr Geld verdienen. Irgendwie kann ich aber das Argument "unfairer Wettbewerb" nicht nachvollziehen. Seit wann gibt es ein "Recht auf korrekte Anzeige im Opera"? Weiterhin würde mich interessieren, welche Umstände eine Schadenersatzsumme von 12,5 Millionen rechtfertigen.
Es gibt nicht das "Recht auf korrekte Anzeige", sondern die Gleichberechtigung mehrerer Konkurrenten. Wenn nachweislich das Stylesheet, das dem Internet Explorer gegeben wird, mit Opera funktioniert, dann gibt es nur einen Grund, warum Opera ein anderes Stylesheet erhält: Damit er schlecht aussieht. Und das ist Wettbewerbsverzerrung. Microsoft ist nämlich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal integriert - und auch das darf man nicht ausnutzen! Wenn Opera ein Element nicht unterstützt und Microsoft das beliebig weit ausnutzt (bei W3-konformer Verwendung von Tags und Styles), dann ist natürlich Opera schuld und hat somit keinen Anspruch...
@alex ...
Mal angenommen, es handelt sich hierbei wirklich um MS ...
Mal weiter angenommen, du hättest die Macht deinen Vorschlag umzusetzen ...
Dann fang schon mal an, das "Telefonieren per Rauchzeichen" zu lernen ... denn dann müsstest du konsequenterweise auch die Telekom ausschließen.
Einfacherer Vorschlag: Die Telekom wird gesplittet (wäre möglich, da die Telekom ein deutsches Unternehmen ist. Die Amis haben das MS-Splitting ja verschlafen).
Eine Gesellschaft stellt die Kabel ("letzte Meile") allen Wettbewerbern zum gleichen Minutenpreis zur Verfügung und eine kümmert sich um das andere Zeug.
Klagen? auf Schadenersatz? Soweit ich mich erinnere, verdienen die ja an FireFox & Co nix ... also kann ihnen auch kein Schaden entstehen.
a) Es entsteht ein Imageschaden
b) Es handelt sich, unabhängig vom Preis, um Behinderung des freien Marktzugangs und Wettbewerbs
c) Sie erhalten Geld von Leuten, die freiwillig bereit sind, das Projekt zu unterstützen. Und diese werden dies eventuell nicht tun, wenn bestimmte Seiten nicht funktionieren.
Klagen sind das einzig gute Mittel gegen Microsoft.
Wozu? Damit sich dannach meinereiner zB mit Linuxschrott rumärgern muss? (Dies war eine sarkastische, aber trotz allem eine rethorische Frage.)
Überleg dir mal, wie hoch Microsoft seine Preise ohne diese Bedrohung schrauben könnte bzw. ob dieser "Linuxschrott" nicht vielleicht auch seine guten Seiten hat - auch wenn du ihn nicht benutzt.
Ich sitze hier grade auch vor WinXP (und mit einer Ausnahme läuft das auch mehr oder weniger stabil, man darf nur nicht in den Ruhemodus schalten

), aber ohne Linux gäbe es bei MS keinen Drang hin zu "Trusted Computing", einfach weil es keine damit werbende Konkurrenz gäbe.
Außerdem kann man klagen, ohne dass irgendwie danach Microsoft nicht mehr existiert...
@mor: No comment - da fehlen nämlich Argumente...
das klingt für mich wie "Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist"