Naja, ist klar das bei Studien, die Microsoft in Auftrag gibt, Linux schlechter abschneidet.
Es gibt auch Studien, die von Suse/Redhead/.. ausgehen, und wer glaubt ihr, schneidet da schlechter ab? Richtig, Microsoft.
Ich denke nach diesen Studien kann man nicht wirklich gehen.
Schaut euch doch mal das Diagramm an, das TNS hier gepostet hat. Wartung/Pflege der Systemumgebung, naja ich weis nicht, Linux soll da viel höhere Kosten haben?
Wir (Firma) betreuen eine menge Unternehmen. 2 davon haben ein reines Linux-Netzwerk, Client und auch Serverseitig. Und bei den beiden hatten wir bis jetzt eigentlich noch nie ein gröberes Problem. (jedenfalls OS seitg, Hardwareprobleme jetzt mal ausgeschlossen, aber das hat ja damit nichts zu tun). Bei den Windowsanlagen, naja, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen ... *gg*
Und wie auch TNS sagt, das Problem mit Schulungen. Naja, das seh ich auch anders.
Viele Schulen in denen Unterrichtet wird, sind schon teilweise oder sogar ganz auf Linux umgestiegen. Ich mach gerade eine Abendschule und bei uns wurde auch vor 2 Jahren komplett umgestellt. Ich will damit sagen, dass das MS-Monopol, wie es ja immer so schön heißt, langsam aber sicher aufhört. Und die Menschen, die dann aus diesen Schulen kommen, müssen nicht mehr extra großartig umgeschult werden. Und was soll ich jetzt Mitarbeitern, die auf Linux umsteigen müssen, großartig schulen? Die aktuellen Versionen haben ja viel mit der Oberfläche und der Bedienbarkeit von MS-Betirebssystemen gemeinsam. Bis auf das komplexere Dateisystem, aber soweit müssen die ja gar nicht reingehen. Sie haben ihr homeverzeichiss und mehr brauchen sie ja auch schon wieder nicht mehr. Und Programme wie MS-Word, Excel gibts ja auch in fast identischer Form... Für spezielle Firmeninterne Software braucht man sowieso schulungen...
Auch muss hier einmal das Argument mit Viren ins Spiel gebracht werden. Wieviele Firmennetzwerke stürzen immer wieder mal ab, nur weil sie sich Viren einfangen. Bei Linuxsystemen ist dies eher sehr, sehr unwahrscheinlich. Ich hatte erst vor 2 oder 3 Monaten wieder einen Fall, wo eine ganze Firma stillgelegt wurde. Der Virus war sehr hartnäckig und wir brauchten zu zweit einen ganzen Tag um alles wieder zum laufen zu bringen. Ein Ausfall von einem ganzen Tag kann einigen Firmen das Genick brechen. Da hab ich lieber einen Ausfall von ein oder zwei Tagen, zu einem von MIR bestimmten Zeitpunkt, um eine Firma umzurüsten.
Wir verkaufen auch viele Rechner an private Kunden. Was in letzter Zeit auffällt, das vermehrt eine Linuxdistribution als OS erwünscht wird. Manche möchten es als zweit System, andere wollen es als einziges. Mittlerweile kann man sagen, das jeder vierte PC der von uns an private Kunden geht, Linux an Board haben. Wenn man die Kunden nach dem Grund ihrer OS-Wahl fragt, meinen eigentlich die meisten, dass sie die Zwangsaktivierung von XP als frechheit empfinden (was persönlich finde die auch besch****). Auf jedenfall kann ich aus Erfahrung sagen, das seit der Einführung von XP jeder vierte PC den wir verkaufen, ein Linuxrechner ist.
Microsoft bekommt das ganze natürlich auch zu spüren. Und dann ist klar, das sie angerannt kommen mit so, wie ARESOL so schön sagte, lächerlichen Versuchen, MS als einzig echten und wahren OS-Anbieter hervorzutun.