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Donnerstag, 22. Mai 2003, 21:41

Blamage für Microschrott

Zitat

Studie soll zeigen, dass Windows günstiger als Linux ist

Microsoft legte heute eine weitere Studie vor, die belegen soll, dass Windows gegenüber Linux zu bevorzugen sei. Die neue Studie soll aufzeigen, dass ein Wechsel von Windows NT auf aktuellere Windows-Systeme günstiger als der Wechsel auf Linux sei.
Die im Microsoft-Auftrag erstellte Studie von Infora basiert auf Informationen aus 3.000 deutschen Unternehmen und kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen bis zu einem Viertel der Kosten sparen würden, wenn sie bei Windows blieben.
Die Studie stößt jedoch auf Unglauben, denn sie geht davon aus, dass ein Unternehmen gleich mit der gesammten Anwendersoftware auf die Open-Source Plattform wechselt, was kaum realistisch erscheint.
Quelle: news.zdnet.de



Microsoft macht sich immer lächerlicher...
Signatur von »ARESOL« wieder da

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Freitag, 23. Mai 2003, 08:13

RE: Blamage für Microschrott

Zitat

Original von ARESOL
Microsoft macht sich immer lächerlicher...

Den Spruch versteh ich ja nu nicht wirklich. Hierbei handelt es sich doch um ganz normales Marketing.
Beispiel Telefon:
letztens war ein Arcor-Typ hier der mir erzählen wollte, weswegen ich besser zu Arcor wechseln sollte, anstatt bei der Telekom zu bleiben. Anderes Produkt - gleiches Prinzip ... und völlig legitim.
Signatur von »TheNobody Style«

3

Freitag, 23. Mai 2003, 08:42

Ganz einfach weil die sagen, dass Microsoft billiger ist, aber es in Wirklichkeit doch nicht billiger ist, da Microsoft von der komplleten Sammlung von Linux ausgeht, bei sich aber nur ein Produkt zählt.
Signatur von »ARESOL« wieder da

4

Freitag, 23. Mai 2003, 11:05

RE: Blamage für Microschrott

Zitat

Die im Microsoft-Auftrag erstellte Studie von Infora basiert auf Informationen aus 3.000 deutschen Unternehmen und kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen bis zu einem Viertel der Kosten sparen würden, wenn sie bei Windows blieben.

Microsoft geht nicht davon aus, sondern die Studio von Infora ... soviel zu Haarspalterei.

Mal abgesehen davon, schauen wir uns das doch mal praktisch an. Da ich ja ein gelernter Bürokaufmann bin *fg ... gucken wa mal auf die Kosten (bei einem Wechsel von WIN auf Linux)

Punkt 1:
Nehmen wir mal an, dass jedes der Unternehmen einen Systemadmin für die WIN-Kisten hat. Entweder schicken die den nu zum Linux-Lehrgang oder stellen einen Linuxer dafür ein. Beide Varianten sind ein nicht zu verachtender Kostenfaktor.

Punkt 2:
Die ganzen Kisten umzustellen (Betriebssystem, Anwendungen die nicht unter Linux laufen incl. der Dateien dieser Progs, ect pp), nimmt ja einen gewissen Zeitraum in Anspruch. In dieser Zeit sind die PC's nicht einsetzbar ... also Verlust

Punkt 3:
Schulung der Mitarbeiter, damit die mit dem neuen System etwas anfangen können. Diese gibt es zum einen nicht umsonst und zum anderen arbeiten diese Mitabeiter in dieser Zeit nicht ... also Verlust.
Beispiel: SuSE Linux für Einsteiger - 2 Tage - 900 Euro


Nehmen wir also mal nur diese 3 Punkte ... 3000 Unternehmen .... die Kosten für so eine Aktion sind "na aber Hallo". So lächerlich finde ich das dann gar nicht.
Hier mal der Link zu der Studie: http://www.infora.de/aktuell/projektnews.html
Etwas weiter unten findet man da nen paar Links zu den Migrationsstudien. Ich hab mir gerade mal die erste (<100 Clients) angesehen und hänge mal ein Bild der Hauptkosten hier an. Pfennigbeträge sind das nu wirklich nicht.
Signatur von »TheNobody Style«

5

Freitag, 23. Mai 2003, 12:21

Das stimmt von dieser Seite mit den Schulungen und so, hab ich das noch nicht gesehen. Da hast Du völlig recht.

Ziehe mich stillschweigend zurück :D
Signatur von »ARESOL« wieder da

6

Freitag, 23. Mai 2003, 14:14

Naja, ist klar das bei Studien, die Microsoft in Auftrag gibt, Linux schlechter abschneidet.
Es gibt auch Studien, die von Suse/Redhead/.. ausgehen, und wer glaubt ihr, schneidet da schlechter ab? Richtig, Microsoft.
Ich denke nach diesen Studien kann man nicht wirklich gehen.

Schaut euch doch mal das Diagramm an, das TNS hier gepostet hat. Wartung/Pflege der Systemumgebung, naja ich weis nicht, Linux soll da viel höhere Kosten haben?
Wir (Firma) betreuen eine menge Unternehmen. 2 davon haben ein reines Linux-Netzwerk, Client und auch Serverseitig. Und bei den beiden hatten wir bis jetzt eigentlich noch nie ein gröberes Problem. (jedenfalls OS seitg, Hardwareprobleme jetzt mal ausgeschlossen, aber das hat ja damit nichts zu tun). Bei den Windowsanlagen, naja, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen ... *gg*

Und wie auch TNS sagt, das Problem mit Schulungen. Naja, das seh ich auch anders.
Viele Schulen in denen Unterrichtet wird, sind schon teilweise oder sogar ganz auf Linux umgestiegen. Ich mach gerade eine Abendschule und bei uns wurde auch vor 2 Jahren komplett umgestellt. Ich will damit sagen, dass das MS-Monopol, wie es ja immer so schön heißt, langsam aber sicher aufhört. Und die Menschen, die dann aus diesen Schulen kommen, müssen nicht mehr extra großartig umgeschult werden. Und was soll ich jetzt Mitarbeitern, die auf Linux umsteigen müssen, großartig schulen? Die aktuellen Versionen haben ja viel mit der Oberfläche und der Bedienbarkeit von MS-Betirebssystemen gemeinsam. Bis auf das komplexere Dateisystem, aber soweit müssen die ja gar nicht reingehen. Sie haben ihr homeverzeichiss und mehr brauchen sie ja auch schon wieder nicht mehr. Und Programme wie MS-Word, Excel gibts ja auch in fast identischer Form... Für spezielle Firmeninterne Software braucht man sowieso schulungen...

Auch muss hier einmal das Argument mit Viren ins Spiel gebracht werden. Wieviele Firmennetzwerke stürzen immer wieder mal ab, nur weil sie sich Viren einfangen. Bei Linuxsystemen ist dies eher sehr, sehr unwahrscheinlich. Ich hatte erst vor 2 oder 3 Monaten wieder einen Fall, wo eine ganze Firma stillgelegt wurde. Der Virus war sehr hartnäckig und wir brauchten zu zweit einen ganzen Tag um alles wieder zum laufen zu bringen. Ein Ausfall von einem ganzen Tag kann einigen Firmen das Genick brechen. Da hab ich lieber einen Ausfall von ein oder zwei Tagen, zu einem von MIR bestimmten Zeitpunkt, um eine Firma umzurüsten.

Wir verkaufen auch viele Rechner an private Kunden. Was in letzter Zeit auffällt, das vermehrt eine Linuxdistribution als OS erwünscht wird. Manche möchten es als zweit System, andere wollen es als einziges. Mittlerweile kann man sagen, das jeder vierte PC der von uns an private Kunden geht, Linux an Board haben. Wenn man die Kunden nach dem Grund ihrer OS-Wahl fragt, meinen eigentlich die meisten, dass sie die Zwangsaktivierung von XP als frechheit empfinden (was persönlich finde die auch besch****). Auf jedenfall kann ich aus Erfahrung sagen, das seit der Einführung von XP jeder vierte PC den wir verkaufen, ein Linuxrechner ist.

Microsoft bekommt das ganze natürlich auch zu spüren. Und dann ist klar, das sie angerannt kommen mit so, wie ARESOL so schön sagte, lächerlichen Versuchen, MS als einzig echten und wahren OS-Anbieter hervorzutun.