Original von Chacabaou
'Unterdrückt' klingt in meinen Ohren etwas unpassend und übertrieben. Schließlich darf man seinen Senf bei politischen Themen immer dazugeben wenn einem danach ist. Meiner Meinung nach passt hier 'bevormundet' besser.
Das ist Ansichtssache.

"bevormundet" klingt mMn verharmlosend.
Stimmt, ist wohl Anssichtssache.. Klang ja auch nur in meinen Ohren so.. *g*
Original von Chacabaou
Also ich kann hier beim besten Willen keine Fairness erkennen, nun wirklich nicht.
Schließlich geht es den Minderheiten in einer solchen immernoch am Besten, da sie zumindest geduldet werden (und das ist beim besten Willen keine Selbstverständlichkeit auf dieser verrückten Welt).
Es ist keine Selbstverständlichkeit, aber das heißt noch lange nicht, dass es deshalb etwas gutes ist.
Wenn gewisse Zustände keine Selbstverständlichkeit sind, bedeutet das nichts weiter, als dass es woanders noch sehr viel schlimmer ist.
Das habe ich auch nicht anders gemeint. Dass es allen gleich gut geht lässt sich schon allein nicht durchsetzen, weil die Menschen Individuen sind. Aber ein Staat kann den Menschen zumindest einen Rahmen bieten, der gewisse Rechte garantiert. Einer der Gründe aus denen ich z.B. nicht fürchten muss gleich vom nächsten Typen, der rein zufällig 10cm größer und 20kg schwerer geraten ist als ich, zusammengeschlagen und ausgenommen zu werden.
Original von Chacabaou
Außerdem ist "Minderheiten dulden" der gleiche pure Faschismus wie "Minderheiten nicht dulden".
Wenn du die Wortwahl meinst: Ansichtssache..
Wenn du die Sache selbst, also die Duldung meinst: Quatsch!
Original von Chacabaou
Wozu braucht es immer Konzepte?
Warum sollten sich immer ein paar schlaue Köpfe Überlegungen herausnehmen, wie man über die restlichen Menschen wohl am geschicktesten verfügt?
Sich zu Gruppen zusammen zu schließen liegt in der Natur des Menschen. Schon in der Steinzeit tat man dies um sich zu schützen, um per Arbeitsteilung effizienter arbeiten/jagen usw. zu können und nicht zuletzt um Stärke zu demonstrieren.
Das ist heute nicht viel anders, nur dass die Gruppen größer sind und somit größere Konzepte Verwendung finden um das ganze am laufen zu halten, da man schlecht jeden Abend ums ums Holzfeuer sitzen und abstimmen kann.
Stämme und Staaten wurden somit ursprünglich zum Schutz der Bürger gegründet. Es waren nicht etwa "ein paar schlaue Köpfe", die über "die restlichen Menschen verfügen" wollten, die sich den Staat ausdachten, sondern die Menschen selbst, die ein Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit hatten, also lediglich ihrem Selbsterhaltungstrieb folgten.
Einen Staat halte ich somit für unabdingbar, und die Demokratie ist imho die beste Art ihn zu organisieren.
Dein bevorzugtes 'Konzept' klingt mir sehr nach Anarchie.
Tatsächlich garantiert nur diese absolute Fairness, Meinungsfreiheit usw., das gebe ich zu.
Aber eine Frage an dich, Chacabaou: Warum sind die Menschen nicht von vornherein in diesem Urzustand geblieben wenn er so vorteilhaft ist?