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Mittwoch, 27. Oktober 2004, 16:19

Datensicherungen

Guten Tag,

jetzt will ich doch ein mal wieder Anstoßpunkt einer Disku sein.

Also ich überlege z.Z. meine Datensicherungen auf ein neues Medium zu verschieben. Wie es mir scheint gegen CD im Vergleich zu früher immer schneller den Geist auf - schrecklich das ständige Neubrennen. DVD sind ja auch nicht sehr resistent was Licht und ähnliches angeht.

Magnetbänder sind zu langsam um sie eigentlich vernünftig nutzen zu können und sie geben auch recht schnell den Geist auf.

Jetzt überlege ich mir eine/zwei große USB-Festplatten zu kaufen auf die ich meine Daten spiele und diese dann einfach wieder in den Schrank stelle wenn ich das nächste mal an eine Sicherung muss - damit wären die Daten doch besser aufgehoben als auf CD oder irre ich mich?

Vielen Dank

Tobias Vogt
Signatur von »t-ob-i« {SIGNATUR}

2

Mittwoch, 27. Oktober 2004, 17:22

Eigentlich nicht. Auch eine Festplatte ist nicht ganz unempfindlich. Gegen magnetische Felder z.B. Also ich vertrau nur meinem RAID-System aus 8 HDDs...
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein (1879-1955)

A common mistake people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
Douglas Adams (1952-2001)

3

Mittwoch, 27. Oktober 2004, 18:05

Ich hab meine wichtigsten und empfindlichsten Daten auf ZIP-Diskette gespeichert. Die sind praktischer als CDs da man einfach nur die Daten auf die Disketten ziehen/kopieren/etc. muss, wie als ob man diese auf eine Diskette oder in einen anderen Ordner schiebt und man brauch nicht extra brennen. Zudem brauch ich diese nur einlegen, wenn es wirklich nötig ist. So sind die Daten aufjedenfall sicher gegen angriffe durch Chracker oder sonstigen Übeltätern ... wenn dieser allerdings physikalisch anwesend ist, dann helfen auch ZIP-Disketten nicht mehr :grin:.
Das Problem ist, dass ZIP-Disketten allerdings nur recht wenig aufnehmen können; zudem können nicht alle ZIP-Laufwerke alle ZIP-Disketten lesen: Es gibt derzeit drei ZIP-Laufwerk varianten: ZIP100, ZIP250 und ZIP750. Das neuste, ZIP750-Laufwerk, kann ZIP-Disketten lesen und beschreiben die 750MB, 250MB und 100MB fassen. Das ZIP-Laufwerk 250MB kann nur ZIP-Disketten lesen und beschreiben die 250MB und 100MB fassen und das ZIP100-Laufwerk kann leider nur Disketten lesen und beschreiben die 100MB fassen. (Ich benutze ein ZIP100 und benutze dies, wie gesagt, nur zum sichern von empfindlichen Daten.)
Für das restliche Backup, von allen anderen Sachen, benutze ich normale CDs; ist leider nicht die optimalste Backup möglichkeit, da man doch recht viele braucht um 15GB-Daten zu sichern und man kann nicht, wie bereits gesagt, die CDs neu beschreiben, so entsteht natürlich eine menge Abfall.
Eine Überlegung von mir ging mal in Richtung Wechselplatten-Laufwerk, was sicher auch eine ganz Interessante möglichkeit ist. Ich habe diese allerdings nicht weiterverflogt.

Die geilsten Datenträger, die ich gesehen habe (wo ich auch einmal mit dem gedanken gespielt habe, mir diese anzuschaffen, dies aber beim anblick der Preise schnell wieder fallen gelassen habe) sind MO-Disks von Fujitsu. Das sind Disketten die aussehen wie MiniDiscs, allerdings sind dise für Daten bestimmt und fassen bis 2,3GB! Das besondere an den MO-Disks ist, dass es sich um Optische-Datenträger handelt. Wer sich das mal anschauen möchte: http://www.fdg.fujitsu.com/home/v3__mo.asp

MfG Arne :).

PS: Oh ich seh grad ... die MO-Laufwerke sind billger geworden :D

4

Mittwoch, 27. Oktober 2004, 20:58

Ich sichere meine laufend benötigten Daten einmal pro Woche gezippt auf einen anderen Rechner im Netzwerk. Bei bestmöglicher Komprimierung benötigt jedes Backup etwa 25 GB Speicherplatz. Wechseldatenträger kommen für mich nicht in Frage, da das Backup automatisch im Hintergrund ablaufen soll. Zusätzlich kopiere ich einmal pro Monat manuell die letzten 4 Backups auf eine sonst nicht an den Computer angeschlossene USB-Festplatte.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DukeXP« (27. Oktober 2004, 21:13)


5

Mittwoch, 27. Oktober 2004, 22:38

Ich hab hier zuhause 4 Rechner. Der Server läuft 365 Tage durch, deshalb ist er bei meinen Sicherungen der Master. Er weckt mir jeden Mittwoch Morgen um 8 Uhr alle anderen Rechner auf und dann beginnen die Dinger sich gegenseitig zu sichern. Das ganze ist dauert ca 3 Stunden und um 12 kopieren dann die 3 Rechner nacheinander ihr Backup nochmal zusätzlich auf den Server und überschreiben die alten Sicherungen. Somit hab ich immer ein aktuelles Backup von jedem Rechner auf dem Server und wenn der mal ausfallen sollte, hab ich jeden Rechner auf irgend einem anderen oben. Im Server hab ich 4 120er Platten, wobei 2 im Raid-1 Verbund arbeiten und die beiden dann in Raid-0 mit den anderen beiden stehen.
Hmm, jetzt wär nur blöd, wenn mir jemand alle Rechner stehlen wwürde ... *gg*

6

Mittwoch, 27. Oktober 2004, 23:14

Mal ne frage: Was ist RAID?

MfG Arne :).

7

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 00:04

Zitat

Raid "0":

Der RAID-Level 0, auch "Non-Redundant Striped Array" bezeichnet, steht hier für "keine Redundanz" bzw. "keine Sicherheit". Zwei oder mehr Festplatten werden im RAID 0 Verbund zusammengeschaltet, um somit die Schreib und Lesegeschwindigkeit zu erhöhen, z.B. zur Verarbeitung von Video-Daten, etc. In kleine Blöcke mit einer Größe von 4 bis 128 KByte aufgeteilt, werden die Daten beim Benutzer abwechselnd auf den Festplatten des RAID 0 Arrays gepeichert. Es ist so möglich, gleichzeitig auf mehrere Platten zu zugreifen, was die Geschwindigkeit insbesondere bei sequentiellen Zugriffen erhöht. Bei RAID 0 werden keine redundanten Informationen erzeugt, es gehen Daten verloren, wenn eine RAID-Platte z.B. wegen eines Defektes ausfällt. Es lassen sich keine zusammenhängenden Datensätze mehr reproduzieren, weil die Daten auf mehrere Platten verteilt sind, selbst wenn nur eine Platte im RAID 0 Array ausfällt.

Raid "1":

RAID 1 Verbund wird auch als "Drive Duplexing" genannt. In diesem Verbund werden auf zwei Festplatten identische Daten gespeichert. Damit ergibt sich eine Redundanz von 100 Prozent. Fällt eine der beiden Platten aus, so kann das System mit der verbleibenden Platte ungestört weiterarbeiten. Allerdings wird die hohe Ausfallsicherheit dieses Verbundes in der Regel nur in kleinen Servern eingesetzt, da bei RAID 1 die doppelte Platten-Kapazität benötigt wird, was sich bei großen Datenmengen schnell finanziell bemerkbar macht.

Quelle (und weitere RAID-Typen): Thors-Hardware.Net

EDIT: Zum Thema Backup: Also ich mach keine Backups, und hab deshalb von Zeit zu Zeit einen Datenverlust :rolleyes:

EDIT2:

Zitat

Wie es mir scheint gegen CD im Vergleich zu früher immer schneller den Geist auf

Dann kauf dir teurere Rohlinge, die halten ein Weilchen. Auch solltest du nach Möglichkeit die Dinger nicht in funkelnagelneuen Plastikhüllen aufbewahren. Alte Leinentücher oder Baumwolle soll recht geeignet sein (alt, wohlgemerkt, damit die Chemie rausgewaschen ist!).
Der Grund: Plastikhüllen enthalten stets Weichmacher, die die Datenschicht angreifen...
Signatur von »Alex« Man muss nichts sehen, um zu sehen, dass man nichts sieht, aber man muss etwas sehen, um zu sehen, was man nicht sieht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Alex« (28. Oktober 2004, 00:09)


8

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 08:51

[q=Nashman] Mal ne frage: Was ist RAID?[/q]
Ich verwende eine Kombination der beiden RAID-Level, die in Alex' Beitrag beschrieben sind, auch RAID 10, oder RAID 1/0 oder RAID 0/1 genannt.

Dabei kommen wie bereits erwähnt 8 Platten zum Einsatz. Auf zwei Platten (á 200 GB) wird gleichzeitig geschrieben und das ganze wird dann dreimal gespiegelt. Die Platten haben zwar eine Gesamtkapazität von 1,6 TB, davon sind aber "nur" 400 MB nutzbar.
Signatur von »LapisInfernalis« Eine Milde Gabe...

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Douglas Adams (1952-2001)

9

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 11:48

Zitat von »LapisInfernalis«

Dabei kommen wie bereits erwähnt 8 Platten zum Einsatz. Auf zwei Platten (á 200 GB) wird gleichzeitig geschrieben und das ganze wird dann dreimal gespiegelt. Die Platten haben zwar eine Gesamtkapazität von 1,6 TB, davon sind aber "nur" 400 MB nutzbar.

Von einer solchen Ausstattung können viele Firmen-Server nur träumen. Welche hochwichtigen Daten machen denn so eine umfangreiche Absicherung notwendig? Du machst hoffentlich trotzdem regelmäßig ein Backup auf externe Datenträger, um auch gegen einen Totalausfall geschützt zu sein?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass selbst zwei USV-Systeme nicht verhindern, dass bei einem direkten Blitzeinschlag ins Gebäude wichtige Bauteile eines Servers Schaden nehmen.

10

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 12:24

[q=DukeXP]Von einer solchen Ausstattung können viele Firmen-Server nur träumen.[/q]
Echt? Also sooo teuer und aufwendig ist das ganze eigentlich gar nicht...

[q=DukeXP]Welche hochwichtigen Daten machen denn so eine umfangreiche Absicherung notwendig?[/q]
Einige.

- Die komplette Buchhaltung von zwei Unternehmen
- Unser Schablonen-Archiv mit weit über 20.000 Kundenzeichen
- Alle erstellten Grafikdateien aus 20 Jahren Unternehmensgeschichte
- Alles was ich je in Sachen WebDesign gemacht habe

[q=DukeXP]Du machst hoffentlich trotzdem regelmäßig ein Backup auf externe Datenträger, um auch gegen einen Totalausfall geschützt zu sein?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass selbst zwei USV-Systeme nicht verhindern, dass bei einem direkten Blitzeinschlag ins Gebäude wichtige Bauteile eines Servers Schaden nehmen.[/q]
Nö, mache ich nicht. Bisher zumindest, weil es einfach zu aufwendig war. Aufgrund der Datenmenge fallen Medien wie CD-R oder DVD ohnehin weg. Streamer sind mir zu langsam. Erst HDDs mit Kapazitäten von 400 MB die sich an USB betrieben lassen, wären eine Alternative.

Gegen Blitzschlag haben wir einen speziellen Überspannungsschutz. Den kann man von USVs auch nicht erwarten, denn schließlich sollen Sie ja nur die Stromversorgung bei einem Stromausfall sicherstellen (USV = Unterbrechungsfreie StromVersorgung). Gegen Überspannung nützen die in der Tat meist nur wenig... ;)
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11

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 12:50

Zitat von »LapisInfernalis«

Erst HDDs mit Kapazitäten von 400 MB die sich an USB betrieben lassen, wären eine Alternative.

Könnte es sein, dass es sich dabei um 400 GB handelt? In den meisten Firmen ist es üblich, mindestens ein Backup außerhalb des Unternehmens oder zumindest in einem anderen Brandabschnitt zu lagern.

Zitat von »LapisInfernalis«

Gegen Blitzschlag haben wir einen speziellen Überspannungsschutz. Den kann man von USVs auch nicht erwarten, denn schließlich sollen Sie ja nur die Stromversorgung bei einem Stromausfall sicherstellen (USV = Unterbrechungsfreie StromVersorgung). Gegen Überspannung nützen die in der Tat meist nur wenig... ;)

Große USV-Systeme besitzen meist einen eingebauten Überspannungsschutz, das hilft aber wenig, wenn der Blitz einfach von einer Leitung zur nächsten überspringt. Obwohl alle nicht speziell geschützten Stromleitungen verschmort waren (an den Wänden zeichnete sich deutlich ab, wo die Leitungen verlaufen) wurde der Server lediglich leicht beschädigt (Mainboard defekt).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DukeXP« (28. Oktober 2004, 12:56)


12

Donnerstag, 28. Oktober 2004, 13:20

[q=DukeXP]Könnte es sein, dass es sich dabei um 400 GB handelt? In den meisten Firmen ist es üblich, mindestens ein Backup außerhalb des Unternehmens oder zumindest in einem anderen Brandabschnitt zu lagern.[/q]
Klar... 400 GB... ;)

Stimmt, Feuer ist ein echtes Problem. Diesen Gedanken verdrängt man nur zu leicht... Ich denke, wir werden uns über kurz oder lang mind. eine 400 GB Platte im USB-Case zulegen. Die nehme ich dann sicherheitshalber mit nach Hause...
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13

Montag, 1. November 2004, 08:35

In unserer Tageszeitung (Westdeutsche Zeitung [kurz WZ]) ist heute eine große Anzeige von Lidl für eine externe 250GB-Festplatte, für 189€, drin.
Die verwendete Festplatte ist eine Western Digital Caviar SE (3,5") mit 7200U/Min und 8MB Cache. Die Festplatte ist, laut Anzeige, "Formatiert für Windows XP, Windows 2000" (also NTFS). Treiber für Windows 98/Me liegen wohl bei, sowie ein Netzteil, ein USB-Kabel und ein Aluminium-Standfuß. Angeschlossen wird das gute Ding via USB 2.0.

Als ich das eben sah, musste ich an euch denken :D. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderem. Auf wunsch kann ich ja den Anzeigenteil einscannen.

MfG Arne :).

14

Montag, 1. November 2004, 10:42

Solche externen Festplatten gibt es z. B. von LaCie bis 1,6 TB Kapazität, allerdings wird hier ein Firewire-Anschluss benötigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DukeXP« (1. November 2004, 10:43)


15

Montag, 1. November 2004, 20:56

ein raid kann eigentlich niemals alleine als backup dienen, da nur eine von vielen Fehlermöglichkeiten (nämlich hardwaredefekt in der festplatte) begrenzt wird.

Neben überspannungen wie duke schon gesagt hat, haben Raids den nachteil das z.B. einmal kaputte daten schön gleichmäßig auf alle platten verteilt werden, wenn du also ausversehen eine wichtige Datei löschst oder ein virus sein unwesen treibt sind die Daten weg .. und zwar schön sauber auf allen Festplatten ;)
Oder wenn bei einem schreibvorgang das Mainboard/Netzteil den Abgang macht werden auch Daten unwiederherstellbar zerstört.

Feuer ist natürlich genauso eine Sache die oft nicht beachtet wird .. soll schon so manche Firma in den Ruin getrieben haben, als plötzlich sämtliche Daten inkl. Backup wegwaren. Die Hardware wird ja noch durch die Brandschutzversicherung abgedeckt.


Deswegen bei einer Sicherungsstrategie immer überlegen vor was man geschützt sein will, wieviele Daten geschützt sein sollen und wie aufwendig die Wiederherstellung sein soll.


Da ich nicht soviele wichtige Daten hab, benutz ich einfach cds. Wer ganz paranoid ist, kann die daten ja auf zwei cds von verschiedenen herstellern brennen :)
Für höhere Ansprüche wirds leider sehr schnell sehr teuer, wenn allerdings Geld dranhängt sollte man sich das dann schon leisten. Für Versicherungen wird ja auch genügend Geld ausgegeben.



Gorgonzola
Signatur von »Gorgonzola« There is a theory which states that if ever anyone discovers what the Universe is for and why it is here, it will instantly disappear and be replaced by something even more bizarre.
There is another theory which states that this has already happened.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gorgonzola« (1. November 2004, 20:58)