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1

Dienstag, 7. Mai 2002, 18:07

Versicherung für Festplatten bzw. Daten

Hallo!

Vorab: Im Smalltalk kann man ja bekanntlich kaum Off-Topic sein; sollte dennoch jemand ein geeigneteres Forum finden, bitte verschieben ;)

Also, seit dem 'kleinen Malheur' mit meiner Festplatte bin ich ein kleiner Sicherheitsfanatiker geworden, was wichtige Daten angeht.

Ich habe mir gedacht, dass es doch irgendwie möglich sein muss, die eigene Festplatte für halbwegs erschwingliche Prämien gegen [wenn es sein muss, nur physisch bedingten] Datenverlust versichern kann.

Gibt es so etwas?
Wenn ja, welche Versicherungsunternehmen?
Wie hoch sind die Kosten?
Ist so etwas überhaupt lohnenswert?

Oder einfach nur eure Meinung :)


Chacabaou hat gefragt. *hugh* ;)

2

Dienstag, 7. Mai 2002, 20:32

Ich verschieb das mal in unsere Sicherheitsforum, da passt es sicher am ehesten hin ...
Signatur von »TheNobody Style«

3

Dienstag, 7. Mai 2002, 20:43

Heutzutage kann man sich gegen (nahezu) alles versichern. Von daher gehe ich mal davon aus, dass auch Speichermedien wie Festplatten versicherbar sind. Aber das ist sicherlich eine Frage des Preises wie sich jeder denken kann.

Soweit ich weiß, gibt es in Holland und auch in England Gesellschaften, bei denen man allerlei Unglaubliches versichern kann. Leider kann ich nichts genaueres dazu sagen!

Eine einfachere (billigere) Lösung wäre sicherlich, wenn man mittels andere Speichermedien ab und an Sicherungen herstellt ...
Signatur von »Investorman« ______________________________

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4

Dienstag, 7. Mai 2002, 22:16

Hmmm... interessante Frage...

Ich werde da mal einen Versicherungsmakler wegen anquasseln. Mal sehen, was der dazu meint....
Signatur von »Willi«
;) Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie hattest,
dann mußt Du etwas tun, was Du noch nie getan hast ;)

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Politiker und einem Mafioso?

Mafiosos sind intelligent und halten Ihre Versprechen...

5

Dienstag, 7. Mai 2002, 22:30

ich denke mal, das wird sich als äusserst schwierig herausstellen ...

Das größte Problem dabei ist ja, dass "Wertgegenstände" nach ihrem Wert versichert werden. Und wie soll man den Wert eines Festplatteninhalts bestimmen. Das dürfte dann doch recht schwierig sein.
Signatur von »TheNobody Style«

6

Dienstag, 7. Mai 2002, 22:43

@TNS

Nun, ich würde den Wert eines Festplatteninhalts mit den Kosten eine Datenrettungsaktion beziffern.

Und da heutzutage offenbar aus jedem Klumpel Metall noch Daten rekonstruiert werden können, ist es nur noch eine Frage des Geldes, nicht mehr des Rahmens des Möglichen.

@Investorman
Verrat mir mal, wie man 40GB regelmäßig sichern soll, vor allem, bei so sensiblen Daten, deren Verlust nach eine Sicherung 7 TAge zuvor immernoch katastrophal ist.

Nehmen wir mal an, ich sichere jetzt meine Skripte, und fange zufällig danach an, besonders fleißig weiter zu schreiben, und wenige Tage danach ist meine gesamte Platte zerstört, dann nützt mir auch die paar Tage alte Sicherungskopie nichts mehr.
[Übrigens war in meinem Fall die sicherste Kopie ein paar meine Skripte der letzte Upload beim Hoster *g*]


Chacabaou weiß leider noch nicht weiter. *hugh* :(

7

Dienstag, 7. Mai 2002, 22:48

Gegenfrage:
Was bringt Dir ein Geldbetrag, den Dir ggf. ein Versicherungsunternehmen zahlen würde im Hinblick auf die verlorenen Scripte?! Ist es da nciht besser, die fertigen Scripte zu brennen und die halbfertigen sonstwie zu sichern? Deine kompletten 40 GB werden sich ja nicht ständig ändern ...
Signatur von »Investorman« ______________________________

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8

Dienstag, 7. Mai 2002, 22:55

Ein Hardware-Raid System ... bzw. Stripe-Sets... dadurch werden durch den Controller gleichzeitig die Daten "dupliziert".
Und du wirst mir doch nicht erzählen, dass du täglich oder wöchentlich 40GB Daten produzierst? Ein Backup über ein Netzwerk ist übrigens auch ne Idee... (möglichst sollte das natürlich im Hintergrund ablaufen).
Signatur von »Snoop« The use of COBOL cripples the mind; its teaching should, therefore, be
regarded as a criminal offence.
-- Edsger W. Dijkstra, SIGPLAN Notices, Volume 17, Number 5 (11.05.1930 - 07.08.2002)

9

Dienstag, 7. Mai 2002, 23:11

@Investorman
Was mir das Geld bringt, liegt doch auf der Hand. (?)

Eben die finanzielle Möglichkeit, die verloren Daten professionell wiederherstellen zu lassen.


@Snoop
Da ist was dran...
Nur hat nicht jeder Geld für ein RAID-System übrig...
Netzwerk ist eine reelle Option, dazu könnte ich mir mal was programmieren.

@./
Also, ich will ja nicht von den tatsächlich sinnvollen Vorschlägen zur Datensicherung ablenken oder sie als irrelevant abtun, nur meine eigentliche Frage ist nach wie vor zur VERsicherung der Daten.

Immerhin könnte es doch sein, dass die Prämiensumme einer solchen Versicherung über die Lebensdauer einer Backup-Festplatte hinweg sehr viel geringer ist, als der Preis für diese selbst, oder nicht? :D


Chacabaou hat gesprochen. *hugh* ;)

10

Dienstag, 7. Mai 2002, 23:39

Passend zum Thema war in der heutigen Ausgabe der FAZ ein Artikel abgedruckt. Dort stand u.a., dass der erste Service (via Telefon) von OnTrack 230 Euro kostet. Die eigentliche Wiederherstellung der Daten kostet dann zwischen 1.000 und 2.000 Euro bzw auch darüber hinaus ...
Signatur von »Investorman« ______________________________

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11

Mittwoch, 8. Mai 2002, 17:29

Holla, das ist natürlich heftig.

Mal kleine Nebenfrage: Was versteht die FAZ[bzw. OnTrack] unter dem ,,ersten Service''?

Etwa "Hallo, meine Festplatte ist mir runtergefallen!" - "Kein Problem, das macht dann schonmal 230€." ?


Chacabaou hat gesprochen. *hugh* ;)

12

Mittwoch, 8. Mai 2002, 17:49

Zitat

Original von Chacabaou
Mal kleine Nebenfrage: Was versteht die FAZ[bzw. OnTrack] unter dem ,,ersten Service''?


Also (hab die FAZ noch mal aus dem Altpapierstapel gezaubert):

Der Artikel ist aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 7.Mai und trägt die Überschrift „Wenn Festplatten festsitzen, sind noch lange nicht alle Daten verloren“. Nachzulesen auf Seite T 2 (Technik und Motor).

Die „Daten-Heilanstalt“ namens OnTrack aus Böblingen bietet ihren Dienst durch ihre 35 Mitarbeiter an. (Zitat): „Erste Hilfe kommt über Draht. Laufen Platte und Rechner noch, nur eben nicht zusammen, so kann man sich nach einem Anruf bei OnTrack (00 800 / 10 12 13 14) und mit einem anderen Rechner eine Datei aus dem Internet holen, die eine Notstartdiskette erzeugt. Mit der lebt der plattenlahme PC dann in seinen Basisfunktionen wieder auf. Ein Modem sollte der Patient noch haben, denn damit wählt er dann gleich zu einem OnTrack-Techniker durch. Für 230 Euro wird erst einmal aus der Ferne diagnostiziert – das ist OnTracks Eintrittspreis. Der Rest ist abhängig vom Aufwand und kann schon 1000 bis 2000 Euro oder mehr kosten. [...] ... die wertvollen individuellen Daten leben in 45 Prozent aller Fälle binnen Stunden wieder auf.“

Der weitere Text ist für Chacas Problem eher uninteressant. Interessant ist noch der Fakt, dass eine Platte rund 50.000 Stunden hält, so die Hersteller. Das sind fast sechs Jahre ununterbrochene Rotation ...

Besten Gruß,
Investorman
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Mittwoch, 8. Mai 2002, 18:10

Hmmmm, dann hab ich wohl ein ernsthaftes Problem, wenn Willis Idee nicht klappen sollte :(

Danke nochmal für alle Tipps, besonders für Willis großzügigen Support :)) [Am Freitag müsstest du Post haben ;)]


Ciao
Chacabaou

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Mittwoch, 8. Mai 2002, 22:45

Da Firma Ontrack es ja bis dato nicht für nötig erachtet hat mir zu antworten, war ich auch einigermassen erschrocken, als ich die Preise hier gelesen hab. Mannomann!
Die haun ja druff!
Da fällt mir ein....wenn ich nur die Hälfte nehm....
Signatur von »Willi«
;) Wenn Du etwas haben willst, was Du noch nie hattest,
dann mußt Du etwas tun, was Du noch nie getan hast ;)

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