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Dienstag, 13. Mai 2003, 12:29

Urheberrechte bei Internetseiten

[Die Zahlen in den Klamern führen zu den Fußnoten!]




Urheberrechte bei Internetseiten
cand. iur. Michael Fülling

alias Investorman



I. Einführung:[1]
Viele Webmaster kennen das Gefühl: sie surfen guter Dinge durchs Internet und stoßen nichts ahnend auf eine Seite, die sie schon mal irgendwo gesehen haben. Schnell wird klar, dass es sich um eigens erstellte Texte, Grafiken usw. handelt, die ein Fremder einfach auf sein Internetangebot übernommen hat (sog. „Homepage-Diebstahl“[2]). Der an den Texte, Grafiken usw. berechtigte Webmaster fragt sich natürlich zu recht, was er dagegen unternehmen kann. Gleichermaßen stellt sich für den Gestalter von Webseiten die Frage, was er selbst bezüglich seiner Seite beachten muss. Denn auch bei eigenes geschossenen Fotos können Rechte von dritten Personen entgegenstehen. – Dieser Aufsatz möchte dem rechtlich interessierten Webmaster das Urheberrecht[3] etwas näher bringen. Der Beitrag ist allerdings nicht abschließend.


II. Die Rechtsgrundlagen (Gesetze):
Das geistiges Eigentum des Webmasters wird vorwiegend durch zwei Gesetze geschützt: Den Kern bildet das Urheberrechtsgesetz[4] (UrhG); vereinfacht gesagt, schützt es die Werke des Erstellers (Urheber). Weitere wichtige Regelungen – zB den Schutz abgebildeter Personen (Fotos) – beinhaltet das Kunsturhebergesetz[5] (KUG).

1. Wie entsteht der Urheberrechtsschutz?
Der urheberrechtliche Schutz entsteht durch Schaffung des Werkes selbst; weitere Maßnahmen sind nicht nötig! Dh das Urheberrecht entsteht von ganz allein;[6] es ist nicht erforderlich, das Werk mit einem Copyright-Vermerk © oder ähnlichem zu versehen.[7]
Problematisch ist allerdings, ab wann respektive welches Werk urheberrechtlich geschützt ist, denn nicht jeder Bleistiftstrich ist schützenswert. Nach § 2 Abs. 2 UrhG erlangen nur solche Werke Urheberrechtsschutz, die eine persönliche geistige Schöpfungshöhe erreicht haben. Was hierunter zu verstehen ist, lässt sich nur schwierig erklären. Allgemein gesagt ist für den Urheberrechtsschutz erforderlich, dass dem Werk zumindest ein gewisser Grad an Individualität, also eine gewisse Gestaltungshöhe anhaftet. Dies fehlt bei Allerweltserzeugnissen, die jeder mit durchschnittlichen Fähigkeiten herstellen kann.[8] Die Individualität eines Werkes kann sich sowohl aus dessen Konzeption als auch aus seiner Formgestaltung ergeben.[9]

2. Was bedeutet das für das Internet?
a) Grafiken, Software, Scripte, Texte, Multimediadateien (Audio, Video)
Diese Elemente sind urheberrechtlich geschützt, insofern sie die eben angesprochene geistige Schöpfungshöhe erreicht haben. Das Zitieren vom Texten ist unter Nennung der Quelle gem. § 63 UrhG zulässig.

b) Homepage als Ganzes, HTML-Code
Grundsätzlich ist die Homepage als Ganzes nicht urheberrechtlich geschützt. Denn urheberrechtlich geschützt sind nur (menschlich) erstellte Werke. Die Homepage wurde zwar in ihren einzelnen Elementen im Sinne des Urheberrechts erstellt, doch als Ganzes wird die Homepage erst durch ein weiteres Programm (Browser) zusammengefügt und sichtbar gemacht.
Ausnahmen sind bei einzelnen „Teilen“ der Internetseite möglich, so zB bei Datenbanken,[10] die dem Schutz aus § 4 Abs. 2 sowie § 2 Abs. 1 Nr. 7 UrhG unterliegen. Selbst Linksammlungen können als Datenbank eingestuft werden, so dass sie ebenfalls wie Datenbanken geschützt sind.[11]

c) Fremde Markenzeichen/Logos
Die Verwendung fremder Markenzeichen/Logos ist zulässig, wenn sich aus dem Zusammenhang eindeutig erkennen lässt, dass es sich um fremde Markenzeichen/Lo-gos handelt. Zu beachten ist aber, dass eventuell enthaltene Zeichen wie zB ©, ™ oder ® mit zu veröffentlichen sind.

d) Fotos
Auch Fotos unterliegen grundsätzlich einem urheberrechtlichen Schutz (§ 7 UrhG), namentlich dem Schutz des jeweiligen Fotografen.[12] Insoweit greift das Urheberrechtsgesetz.

Ist man selbst der Urheber eines Bildes, können dennoch Rechte Dritter entgegenstehen, so dass man nicht nach Belieben mit dem Bild verfahren kann. Unproblematisch ist das bei reinen Motivfotos.
Enthält das Bild ua die Ablichtung einer Person, so bedarf es grundsätzlich der Einwilligung dieser Person, § 22 KUG. Allerdings gibt es hierbei eine Reihe von Ausnahmen, die in § 23 Abs. 1 KUG geregelt sind. Danach dürfen ohne Einwilligung verbreitet und zur Schau gestellt werden: (1) Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; (2) Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen; (3) Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben; (4) Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
Die Ausnahmen gelten allerdings dann nicht, wenn ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten verletzt wird, § 23 Abs. 2 KUG. – Ein Verstoß gegen §§ 22, 23 KUG kann eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr nach sich ziehen, so § 33 KUG. Der Verletzte kann die Vernichtung der unzulässig verwendeten Materialien verlangen.[13]

Im Ergebnis ist also bei Fotos zu unterscheiden: Handelt es sich um ein Bildnis aus dem Bereich ist die Person lediglich „Beiwerk“, so ist dies unbeachtlich. Zu beachten sind lediglich Fotos, bei denen eine Person das Hauptmotiv ist. Denn hierbei kann sich der Abgebildete gegen eine ungewollte Wiedergabe des Fotos zur Wehr setzen. Dh solche Fotos darf man grundsätzlich nur dann (auf der Website) veröffentlichen, wenn die abgebildete Person eingewilligt hat. Eine Ausnahme gilt jedoch bei Fotos, auf denen Personen der Zeitgeschichte respektive des öffentlichen Lebens abgebildet sind (Promis, Politiker, bekannte Sportler usw), solange deren Privatsphäre geschützt bleibt.

3. Wie lange ist mein Werk geschützt?
Der urheberrechtliche Schutz erlischt gem. § 64 Abs. 1 UrhG 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.[14] Anders jedoch bei Fotos: Hierbei erlischt das Recht des Abgebildeten an den Fotos bereits 10 Jahre nach dessen Tod, so § 22 KUG.

4. Ist das Urheberrecht übertragbar/verkäuflich?
Urheber ist der Schöpfer des Werkes. So jedenfalls lautet § 7 UrhG. Dies impliziert, dass das Recht nicht verkäuflich ist.[15] Nach § 29 Satz 2 UrhG ist das Recht auch nicht übertragbar. Allerdings können gem. §§ 31 ff. UrhG Nutzungsrechte[16] eingeräumt werden. Erstellt ein Webdesigner die Internetseiten für einen Kunden, so wird in der Regel (stillschweigend) ein solches ausschließliches Nutzungsrecht vergeben.


III. Wie schütze ich mich am besten?
Es passiert nicht selten, dass man durch Zufall auf einer fremden Internetseite landet und sodann feststellt, dass man Opfer von sog. „Homepagedieben“ geworden ist. Dass dies nicht in Ordnung – ja sogar mit Strafe bedroht – ist, sollte dem eifrigen Leser nun klar geworden sein. Um sein Recht am „geistigen Eigentum“ durchzusetzen, bedarf es eigentlich nur weniger Schritte: Zunächst ist der Rechtsverletzer – also zB ein andere Webmaster – freundlich aber bestimmt auf die Sach- und Rechtslage hinzuweisen. Dabei sollte ihm eine kurze Frist gesetzt werden verbunden mit der Aufforderung, die rechtsverletzende Handlung rückgängig zu machen und zukünftig zu unterlassen (§ 97 Abs. 1 UrhG) – anderenfalls sei man selbst bereit, sein Recht mit Hilfe eines Rechtsanwaltes durchzusetzen.[17]
Zeigt dies keine Wirkung, dh der Verletzende will das fremde Recht nicht anerkennen, so kann der Urheber seinen Anspruch auf Schadensersatz gem. § 97 Abs. 1 UrhG geltend machen oder gar Strafanzeige gegen den Verletzenden stellen. Bei diesen Schritten sollte jedoch anwaltlicher Rat herangezogen werden! – Ein solches Vorgehen macht aber nur dann Sinn, wenn man einen schlüssigen, glaubwürdigen Beweis antreten kann.
Des Weiteren kann der Urheber vom Verletzenden die Vernichtung oder Überlassung der Vervielfältigungsstücke nach § 98 Abs. 1 UrhG verlangen.


IV. Fazit
Das Kopieren fremder Bilder, Texte oder gar des ganzen Designs ist kein Kavaliersdelikt. Das Urheberrechtsgesetz sieht in §§ 106 und 107 eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Ergo sollte man nie darauf verzichten, sich eine schriftliche Zustimmung vom Urheber einzuholen, wenn man schon auf fremde Werke Zurückgreifen möchte.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass dieser Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit beansprucht. Die Konsultation eines Rechtsanwalts wird auf jeden Fall empfohlen.


Fußnoten:
1. Der Verfasser ist als studentische Hilfskraft an der Forschungsstelle für Rechtsinformatik der Philipps-Universi-tät Marburg tätig.
2. Der Begriff des Diebstahl passt juristisch betrachtet nicht, denn dieser erfasst nur die Wegnahme körperlicher Gegenstande; mithin keine Daten (anders jedoch der Datenträger wie zB Diskette, CD u.a.).
3. Oftmals wird der Begriff „Copyright“ synonym verwendet; zwar stammt dieser aus dem amerikanischen Recht, doch wird dieser Begriff auch Hierzulande verstanden.
4. Das Urheberrechtsgesetz ist u.a. hier http://www.netlaw.de/gesetze/urhg.htm abrufbar.
5. Das Kunsturheberrechtsgesetz ist u.a. hier http://transpatent.com/gesetze/kunstg.html abrufbar.
6. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man „seine Rechte“ irgendwo eintragen bzw. anmelden müsste.
7. Allerdings hat das ©-Zeichen auch keine negativen Auswirkungen. Der Webmaster gibt damit aber zum Ausdruck, dass er bereit ist, seine Recht juristisch durchzusetzen.
8. Nicht schützenswert dürfte demnach eine simple einseitige (Anfänger-)Homepage sein.
9. Es kann folglich dahinstehen, ob eine Kopie ein Werk iSd des UrhG ist, denn jedenfalls mangelt es an der Individualität!
10. Datenbank im Sinne des § 87a Abs. 1 UrhG ist nach der Legaldefinition eine Sammlung von Werken, Daten oder anderen unabhängigen Elementen, die systematisch oder methodisch angeordnet und einzeln mit Hilfe elektronischer Mittel oder auf andere Weise zugänglich sind und deren Beschaffung, Überprüfung und Darstellung eine nach Art und Umfang wesentliche Investition erfordert.
11. Zum Urheberrechtsschutz einer Linksammlung hat sich das LG Köln bereits geäußert; vgl. Beschluss des LG Köln vom 12. Mai 1998 (Az. 28 O 216/98 ) sowie Urteil des LG Köln vom 25. August 1999 (Az. 28 0 527/98 ).
12. Dabei ist irrelevant, ob der Fotograf bezahlt wurde; er ist und bleibt der Urheber. Allerdings darf das Portrait (Passbild) ungefragt genutzt werden.
13. Vgl. §§ 37, 43 sowie § 50 KUG.
14. Allerdings kann es abweichende Sonderregelungen geben; so zB bei wissenschaftlichen Ausgaben.
15. Allerdings ist dieses Recht vererblich, § 28 Abs. 1 UrhG.
16. Zu unterscheiden sind das einfache und ausschließliche Nutzungsrecht: Während das einfache Nutzungsrecht an mehrere Personen vergeben werden kann, kann das ausschließliche Nutzungsrecht nur an eine Person vergeben werden.
17. Eine solche Maßnahme ist in der Regel ausreichend.




Dieser Aufsatz ist urheberrechtlich geschützt!!
http://www.webmasterrecht.de



Download: Ihr könnt Euch diesen Beitrag auch als 4,5-seitiges PDF Dokument unter www.webmasterrecht.de herunterladen und für den Privatgebrauch ausdrucken.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Investorman« (6. Juni 2003, 21:00)


2

Dienstag, 13. Mai 2003, 12:50

Sehr schön. Vielen Dank. :)

Mirko

PS: das mit dem PDF muss ich mit meinen Texten auch mal machen... :D *lyxanwerf*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »memowe« (13. Mai 2003, 12:51)


3

Dienstag, 13. Mai 2003, 15:20

RE: Urheberrechte bei Internetseiten

Zitat

Original von Investorman

2. Was bedeutet das für das Internet?
a) Grafiken, Software, Scripte, Texte, Multimediadateien (Audio, Video)
Diese Elemente sind urheberrechtlich geschützt, insofern sie die eben angesprochene geistige Schöpfungshöhe erreicht haben. Das Zitieren vom Texten ist unter Nennung der Quelle gem. § 63 UrhG zulässig.


Erst mal danke für den informativen Beitrag, aber eine Frage interessiert mich noch, ich hoffe ich habe die Antwort darauf nicht überlesen o.ä. Meine Schwester (12 Jahre) interessiert sich auch für Homepages und erstellt vorzugsweise HPs über ihre grad aktuelle Lieblingsanimeserie. :D
Und da findet sie dann häufig auf anderen Fanseiten o.ä. Bilder dazu. (Keine Fotos, sondern Zeichentrick halt)
Darf man diese (die wohl schon mehrere Stationen (HPs) hinter sich haben und der Urheber somit sehr schwer zu finden sein wird) ohne Bedenken auf seiner Homepage veröffentlichen?
Oder wie sieht die Rechtslage da aus? Ich glaube nun nicht, dass jemand eine 12Jährige verklagen wird, obwohl man z.B. von hp-world.de, dessen Inhaber von Hewlett-Packard verklagt wurde, gehört hat, aber nun ja. Rein aus Interesse halt.

Vielen Dank für die [hoffentlich folgende] Antwort
Signatur von »Patrick«
Watislos? :disappointed:

4

Dienstag, 13. Mai 2003, 15:29

Bravo! *beifall-klatsch*
Sehr schön, hab ne menge draus gelernt :) - mach Weiter so Investi!

5

Dienstag, 13. Mai 2003, 15:37

RE: Urheberrechte bei Internetseiten

@ all:
Bitte macht mich ruhig auf unverständliche Passagen und noch offene Stellen (Fragen) aufmerksam.


Zitat

Original von Patrick
Darf man diese (die wohl schon mehrere Stationen (HPs) hinter sich haben und der Urheber somit sehr schwer zu finden sein wird) ohne Bedenken auf seiner Homepage veröffentlichen?
Nun, nur der Urheber darf mit seinen Werken machen, was er will. Daran ändert sich auch nichts, wenn zig "Stationen" dazwischen liegen. Ein rechtswidriges Werk bleibt hierbei auch bei gutgläubiger (Weiter-)Verwendung rechtswidrig.

Zitat

Original von Patrick
Oder wie sieht die Rechtslage da aus? Ich glaube nun nicht, dass jemand eine 12Jährige verklagen wird ...
Der verletzte Urheber kann nicht wissen, wie alt derjenige ist, der die Verletzungshandlung begangen hat; dies wird ihn auch nicht die Bohne interessieren. Strafbar ist Deine 12-jährige Schwester allerdings nicht. Vor einer Abmahnung befreit dies aber im Fall der Fälle jedenfalls nicht ...

6

Dienstag, 13. Mai 2003, 15:54

Gut, danke, so hab ichs mir schon gedacht.
Signatur von »Patrick«
Watislos? :disappointed:

7

Dienstag, 13. Mai 2003, 20:45

Hallo zusammen,

die Fußnoten in dem Text oben sind nun gesetzt. Der Beitrag kann nun auch ab sofort unter www.webmasterrecht.de eingesehen werden. Selbstverständlich ist der Beitrag auch als PDF downloadbar ...

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Investorman


PS: Rückmeldungen (Kritik) ist gerne gewünscht.

8

Dienstag, 13. Mai 2003, 21:00

Zitat

Meine Schwester (12 Jahre) interessiert sich auch für Homepages und erstellt vorzugsweise HPs über ihre grad aktuelle Lieblingsanimeserie.


Ich denke abgesehen von der Rechtslage sollte man sich hier keine Sorgen machen. Welche Serie verbietet schon Fan-Seiten die nebenbei noch schön Werbung für die eigene Sendung machen? Auch die Überschrift in der Zeitung "XXX verklagt 12-Jährige" wäre eine nicht gerade akzeptable Werbung :)

Tobias
Signatur von »t-ob-i« {SIGNATUR}

9

Freitag, 16. Mai 2003, 11:11

Zitat

Original von t-ob-i
Ich denke abgesehen von der Rechtslage sollte man sich hier keine Sorgen machen. Welche Serie verbietet schon Fan-Seiten die nebenbei noch schön Werbung für die eigene Sendung machen?
Ok, das wird wohl grundsätzlich so sein, aber es gibt/gab auch schon Ausnahmen ...

Zitat

Original von t-ob-i
Auch die Überschrift in der Zeitung "XXX verklagt 12-Jährige" wäre eine nicht gerade akzeptable Werbung :)
Das ist richtig. Allerdings würde der Verletzte zunächst eine Abmahnung versenden und hierbei wüsste er sicher noch nichts vom Alter des Verletzers.

Also am besten holt sich Deine Schwester (bzw machst Du das für sie) eine Genehmigung ein; damit ist man am sichersten. - Zugegeben ist die Abmahnungsgefahr eher gering ...

-----------

@ Alle:
Wenn Ihr irgendwelche Kritikpunkte an dem Beitrag zum Urheberrecht habt, dann lasst es mich wissen. Denn ich bin daran interessiert, dass viele Punkte und vor allem verständlich angesprochen werden.

10

Freitag, 16. Mai 2003, 11:24

Investi, manchmal frage ich mich, weswegen du überhaupt noch in die Uni gehst ... das WSB bietet dir doch alles was du brauchst :D

Zitat

Des Weiteren kann der Urheber vom Verletzenden die Vernichtung oder Überlassung der Vervielfältigungsstücke nach § 98 Abs. 1 UrhG verlangen.

Wenn diese Aufforderung nicht fruchtet, dann sollte man den jeweiligen Provider ausfindig machen und sich mit diesem in Verbindung setzen. Wenn man diesem glaubhaft von der Urheberrechtsverletzung seines Kunden überzeugen kann, ist meist der Account Geschichte.
Investi, verbessere mich wenn ich da falsch liege ... aber ich glaube, dass ein Provider uU mit haftbar gemacht werden kann, wenn er von dem Vergehen seines Kunden Kenntnis hat und nichts dagegen unternommen hat. Er ist zwar nicht zur Kontrolle verpflichtet ... aber wenn dementsprechende Beschwerden kommen, dann wohl schon.
In den meisten Fällen werden die Provider dann schon mitspielen, um ganz einfach auf der sicheren Seite zu sein und nicht in die Schusslinie zu geraten.
Signatur von »TheNobody Style«

11

Freitag, 16. Mai 2003, 12:39

Zitat

Original von TheNobody Style
Investi, manchmal frage ich mich, weswegen du überhaupt noch in die Uni gehst ... das WSB bietet dir doch alles was du brauchst :D
Achja, ... ich erinnere mich ... ich wollte Dir ja noch meine Kontodaten zukommen lassen, damit Du mir die 5.000 Euro/Monat überweisen kannst ... :D

12

Samstag, 16. August 2003, 16:06

Ich habe mal eine kurze Frage:
Ich erinnere mich ein Rechtsbeschluss wobei eine Internetseite die den Markennamen Pokémon benutzte, verurteilt wurde.
Wenn ich nun eine Seite über Autos habe (mit Marken wie Audi, Volkswagen, Porsche, usw.), dann promote ich meine Seite mit diese Markennamen. Brauche ich dafür die ausdrückliche Zulassung dieser Firmen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schüler« (16. August 2003, 16:07)


13

Samstag, 16. August 2003, 17:08

Zitat

Original von Schüler
Wenn ich nun eine Seite über Autos habe [...], dann promote ich meine Seite mit diese Markennamen. Brauche ich dafür die ausdrückliche Zulassung dieser Firmen?
Oh ja! Besser ist das! - Es sind schon einige sog. Fanseiten abgemahnt worden.

Also wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, dann besorge Dir schriftliche Genehmigungen der jeweiligen Markeninhaber. :)

14

Sonntag, 17. August 2003, 13:07

Ist das bei allen allen (Marken)Namen so?
Bzw, wie sieht es bei Filme, Bücher, CDs, etc. aus?
Muss ich, wenn ich diese Vorstellen will, auch eine Zulassung einholen?

MfG Nash

15

Sonntag, 17. August 2003, 13:57

Zitat

Original von Nash.Bridges
Ist das bei allen allen (Marken)Namen so?
Wenn Du Dich auf die Frage im obigen Beitrag von Schüler beziehst dann 'Ja'! - Man darf sich nicht an fremde Marken "d'ranhängen".


Zitat

Muss ich, wenn ich diese Vorstellen will, auch eine Zulassung einholen?
Wenn Du redaktionell tätig wirst und objektiv berichtest, dann nicht.


Zitat

Bzw, wie sieht es bei Filme, Bücher, CDs, etc. aus?
Je nach dem, was Du damit vorhast ...

16

Donnerstag, 30. Oktober 2003, 10:37

Sind Farbkombinationen auch geschützt? Wenn ich mich mal von einer Seite inspiriren lasse, und ich will die gleiche oder eine ähnliche Farbkombination benutzen, ist das strafbar?

17

Donnerstag, 30. Oktober 2003, 13:01

Wenn du nicht das gesamte Design kopierst, normalerweise nicht. Wohlgemerkt gilt das für Farben, nicht für Hintergrund-Grafiken!

So wie hier sollte es z. B. nicht sein:
http://www.web-blog.net/comments/P93_0_1_0/

HTH :))

18

Freitag, 31. Oktober 2003, 20:44

Zitat

Original von Frecho
Sind Farbkombinationen auch geschützt?
Auch wenn die Telekom dies gerne hätte, so sind Farbkombinationen als solche nicht geschützt. - Anders kann es aber aussehen, wenn eine gewisse räumliche Anordnung im Sinne von designtechnischen Elementen (zB Muster) durch die Kombination der Farben geschaffen wird.

Zitat

Wenn ich mich mal von einer Seite inspiriren lasse, und ich will die gleiche oder eine ähnliche Farbkombination benutzen, ist das strafbar?
Wie Duke schon sagte: es wird nur gefährlich, wenn man auch das Design oder Elemte anderer Seiten abkupfert. Die bloße Verwendung gleicher Farben, aber in einem anderen Gesamtbild ist problemlos machbar ...