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Dienstag, 8. Juli 2008, 17:49

Datenschutzbeauftragte kritisieren Google Analytics

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Datenschutzbeauftragte-kritisieren-Google-Analytics--/meldung/110603/from/rss09

Zitat

Google ist mit seinem kostenlosen Dienst Analytics ins Visier von deutschen Datenschutzbehörden geraten. Mit Analytics können Website-Betreiber beispielsweise untersuchen, wo und wie lange Besucher auf ihren Seiten verweilen. Dazu betten sie in jede Webseite Javascript-Code ein, der Surfer-Daten wie die IP-Adresse an Google übermittelt. Die Landesdatenschutzbeauftragten Berlins und Schleswig-Holsteins kritisieren, dass dabei ein Webseitenbetreiber nur seine eigenen Besucher sieht, ...

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-------- Kommentar ---------------
Irgendwie schnall ich gerade die ganze Aufregung da net ... schliesslich gibt es zig Milliarden Statistikseiten, Board, blablubbschiessmichtot ... und alles tracken mit Cookie/IP ... so hab ich zb gerade selber ein kleines Statistik-Script an den Start gebracht (allerdings ohne Cookiebeteiligung)

Bin ich eigentlich rein theoretisch oder sogar rein praktisch dazu gezwungen so ne Datenschutzgedöns auf der Seite zu haben? WSB setzt Cookies, speichert bei Beiträgen auch die IP des Schreiberlings etc pp

2

Mittwoch, 9. Juli 2008, 10:54

RE: Datenschutzbeauftragte kritisieren Google Analytics

Wenn man es kann, dann kann man auch die ganzen Daten aus den Server-Log-Files ziehen. Zwar bekommt man dann nicht Minuten genau dargelegt, wie lang jemand auf einer Seite war (ob das bei Google Analytics möglich ist, weiß ich nicht ...), aber es lässt sich trotzdem der Weg eines Users/IP genau nachvollziehen und wann welche Seite geladen wurde, etc. pp.

Aber die Grundsätzliche Kritik der Datenschutzbeauftragten bezieht sich nicht auf die Statistik als solches, sondern darauf, dass die User-Daten zum einen ins Ausland, sprich die USA, transferiert werden und zum anderen, dass Google theoretisch Einsicht in alle Daten und Statistiken hat, die mit Google Analytics erhoben wurden.
Das die Daten ins Ausland übermittelt werden, ist ein Punkt den man meiner Meinung nach leider nicht verhindern kann. Schließlich hat Google seine meisten Server-Parks in den USA stehen. Zumal müssen die Daten eh den Weg über viele verschiedene Server in anderen Ländern nehmen, wenn sie von der Seite aus Deutschland auf einen Server in den USA übertragen werden. Das wäre selbst dann der Fall, wenn die Webseite (die analysiert wird) und der Server von Google in Deutschland stehen würden. Und falls jemand wirklich will, kann er die Daten auch irgendwo zwischen Senden und Empfangen abgreifen ...
Die Kritik, dass Google theoretisch Einsicht in die ganzen gesammelten Daten hat, ist ja auch ein Kritikpunkt der bei Google Mail und Co angebracht wird. Aber so ist das leider bei einem kostenlosen Dienst-Anbieter: Dieser hat theoretisch Zugriff auf ALLE Daten der Benutzer. Wenn man so argumentiert, müsste man auch hunderte von anderen kostenlosen Dienstanbietern für Webseiten-Analyse (oder E-Mail oder ...) kritisieren.

Aber vielleicht versuchen die Datenschutzbeauftragten einfach gegen eine zu hohe Machtbündelung bei Google vorzugehen und suchen eine Stelle an der sie ansetzen können, da sie keine konkreten Beweise haben und von daher nicht rechtliche gegen Google vorgehen können.

MfG Arne :).

3

Mittwoch, 9. Juli 2008, 11:52

RE: Datenschutzbeauftragte kritisieren Google Analytics

Zitat von »Nash.Bridges«

Die Kritik, dass Google theoretisch Einsicht in die ganzen gesammelten Daten hat, ist ja auch ein Kritikpunkt der bei Google Mail und Co angebracht wird. Aber so ist das leider bei einem kostenlosen Dienst-Anbieter: Dieser hat theoretisch Zugriff auf ALLE Daten der Benutzer. Wenn man so argumentiert, müsste man auch hunderte von anderen kostenlosen Dienstanbietern für Webseiten-Analyse (oder E-Mail oder ...) kritisieren.

das is sicher richtig, aber auch ich habe Einsicht in alle Daten, welche über meine Statistik erfasst werden - wenn auch nicht in dem Umfang wie das bei Analytics passiert. Theoretisch und auch praktisch hat jeder Anbieter und auch dessen Hoster Zugriff auf die Daten ... das Argument is mir also ein wenig schwach (zumal man auch bei nem deutschen Hoster net weiss, ob der nich nur nen Reseller eines Amis is)

Zitat

Aber vielleicht versuchen die Datenschutzbeauftragten einfach gegen eine zu hohe Machtbündelung bei Google vorzugehen und suchen eine Stelle an der sie ansetzen können, da sie keine konkreten Beweise haben und von daher nicht rechtliche gegen Google vorgehen können.

das Problem könnten vielleicht die Folgen sein, wenn sich da irgendwas bewegt ... man stelle sich vor das ich bei jedem Besucher ne leere Seite vorschalten müsste, in welcher er sich mit dem Tracking einverstanden erklären muss ... oder sowas in der Art ...
Signatur von »TheNobody Style«

4

Mittwoch, 9. Juli 2008, 12:47

RE: Datenschutzbeauftragte kritisieren Google Analytics

Hi,

Zitat von »Nash.Bridges«

Die Kritik, dass Google theoretisch Einsicht in die ganzen gesammelten Daten hat, ist ja auch ein Kritikpunkt der bei Google Mail und Co angebracht wird. Aber so ist das leider bei einem kostenlosen Dienst-Anbieter: Dieser hat theoretisch Zugriff auf ALLE Daten der Benutzer. Wenn man so argumentiert, müsste man auch hunderte von anderen kostenlosen Dienstanbietern für Webseiten-Analyse (oder E-Mail oder ...) kritisieren.

so ist es - abgesehen von E-Mail-Anbietern. Und ich finde die Kritik gerechtfertigt, denn Google kann (und wird vermutlich auch, wie man an dem Javascript in den Suchergebnisseiten zwecks Analyse der angeklickten Treffer sieht) Nutzungsprofile erstellen und insbesondere feststellen, welche Sites ein Nutzer (und sogar in welcher Reihenfolge) aufsucht.

Gruß
Ingo

5

Mittwoch, 9. Juli 2008, 14:57

dann stellt sich die Frage, warum man sich Google ausgewählt hat und nicht zum Bleistift der IVW/AGOF etc. auf den Pelz springt ... ein Bewegungsprofil kann man ja auch innerhalb der zu trackenden Seiten anhand der IP auch da erstellen

Zitat

Fast keiner der Google-Analytics-Kunden erwähnte aber den Einsatz des Tracking-Tools auf der Website.

Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, dass ich einen derartigen Hinweis schon mal irgendwo auf einer Seite bewusst wahrgenommen hätte ... egal ob der Betreiber der Seite Analytics oder ein deutsches WebStat-Dingens benutzt
Signatur von »TheNobody Style«

6

Mittwoch, 9. Juli 2008, 16:39

Zitat von »TheNobody Style«

dann stellt sich die Frage, warum man sich Google ausgewählt hat und nicht zum Bleistift der IVW/AGOF etc. auf den Pelz springt ...
Ich denke mal, die springen auf Google, weil es die bekannteste Suchmaschine ist; sie wegen ihrer Kontextwerbung am ehesten Gewinn aus den Bewegungsprofilen ziehen könnte; und weil Google des öfteren wegen der massiven Datenbündelung kritisiert wird. Zudem werden die wenigsten wissen wer IVW oder IAB und Co sind ... deshalb bietet sich Google anscheinend an.

Zitat

ein Bewegungsprofil kann man ja auch innerhalb der zu trackenden Seiten anhand der IP auch da erstellen
Hab ich ja auch schon in meinem ersten Beitrag dazu erwähnt: Wenn Zugriff auf die Server-Log-Files hat, ist das Verfolgen eines Users anhand einer IP auf einer Webseite kein Problem.
Oder, wenn man halt keinen Zugriff auf die Logs hat, verfolgt man die IP halt anders und macht seine eigenen Logs. Ist ja auch kein großes Problem.

Zitat

Zitat

Fast keiner der Google-Analytics-Kunden erwähnte aber den Einsatz des Tracking-Tools auf der Website.

Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, dass ich einen derartigen Hinweis schon mal irgendwo auf einer Seite bewusst wahrgenommen hätte ... egal ob der Betreiber der Seite Analytics oder ein deutsches WebStat-Dingens benutzt
Ich auch nicht. Fände ich auch ehrlich gesagt ungewöhnlich. Zum einen werden die meisten Internet-Surfer eh nicht wissen worum es sich bei Google Analystics o.ä. handelt bzw. wofür das gut sein soll; zum anderen können die, die sich damit auskennen sich denken, dass ihr Besuch irgendwie geloggt und statistisch Ausgewertet wird. Und wenn man wirklich wissen will, ob Google Analytics im Spiel ist, guckt man halt im Quelltext nach.

Zitat von »Ingo«

Zitat von »Nash.Bridges«

Die Kritik, dass Google theoretisch Einsicht in die ganzen gesammelten Daten hat, ist ja auch ein Kritikpunkt der bei Google Mail und Co angebracht wird. Aber so ist das leider bei einem kostenlosen Dienst-Anbieter: Dieser hat theoretisch Zugriff auf ALLE Daten der Benutzer. Wenn man so argumentiert, müsste man auch hunderte von anderen kostenlosen Dienstanbietern für Webseiten-Analyse (oder E-Mail oder ...) kritisieren.

so ist es - abgesehen von E-Mail-Anbietern. Und ich finde die Kritik gerechtfertigt, denn Google kann (und wird vermutlich auch, wie man an dem Javascript in den Suchergebnisseiten zwecks Analyse der angeklickten Treffer sieht) Nutzungsprofile erstellen und insbesondere feststellen, welche Sites ein Nutzer (und sogar in welcher Reihenfolge) aufsucht.
Das tun sie ja AFAIK schon auf den Google eigenen Seiten mit der Klick-Verfolgung. Ob sie dann einen Benutzer weiterverfolgen, wenn er eine Seite mit Google Analytics besucht, weiß ich nicht und würde ich denen auch nicht direkt unterstellen. Vorstellbar ist es und der technische Rahmen ist ja auch gegeben.

Also, auch wenn ich die Datenbündelung im Hause Google sehr bedenklich finde, so denke ich trotzdem, dass es derzeit ein größeres Problem gibt, um das sich die Datenschutzbeauftragten kümmern sollten: Die Voratsdatenspeicherung! Die Massen an Daten die dort gespeichert sind, sind aus der Sicht des Datenschutzes mehr als nur "bedenklich"!

MfG Arne :).

7

Freitag, 11. Juli 2008, 14:09

Hi,

Zitat von »TheNobody Style«

dann stellt sich die Frage, warum man sich Google ausgewählt hat und nicht zum Bleistift der IVW/AGOF etc. auf den Pelz springt ...

vermutlich, weil google-analytics weitaus häufger verwendet wird und ivwbox.de eigentlich nur auf den Seiten der Print-Medien?

Gruß
Ingo